Wängi
Störche haben einen neuen Brutplatz erhalten

Der Wängemer Beat Krähemann hat einen luftigen Horst für Störche geschaffen. Das Nest auf dem Getreidesilo ist aber nicht das einzige in Wängi.

Maya Heizmann
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Beat Krähemann zeigt stolz das neue Storchennest auf dem Getreidesilo an der Wängemer Ebnetstrasse.

Beat Krähemann zeigt stolz das neue Storchennest auf dem Getreidesilo an der Wängemer Ebnetstrasse.

Bild: PD

«Ich habe seit meiner Kindheit schon Störche geliebt», sagt Beat Krähemann. Einige Bekannte würden ihn bereits Storchenvater nennen, lacht er und ein bisschen Stolz schwingt in seiner Stimme mit. Aus zwei Holzpaletten baute der Vogelfreund in seiner Garage ein grosses Gerüst für einen stabilen Horst. Aus Brettern formte er eine runde Plattform und schuf einen festen Rand aus Weideästen. Als weiches Polster legte er Schilfgras ins Nest.

Zum Schluss wog das ganze Nest hundert Kilo und war 1,8 Meter hoch. Der umtriebige Wängemer brachte das Gestell kaum aus seiner Garage. Gemeinsam mit Sohn Thierry und Cédric Fecker wurde das Nest am Montagabend mit einer Hebebühne auf das 18 Meter hohe Getreidesilo von Marcel Kohler an der Ebnetstrasse in Wängi hoch gehievt. Zusätzliche verankerte Haken mit Ketten sichern nun die luftige Bleibe. Das künftige Storchenpaar kann hier ein Luxus-Nest zur Aufzucht seiner Jungen beziehen.

Cédrick Fecker und Thierry Krähemann bringen Sicherheitshaken zum neuen Storchennest.

Cédrick Fecker und Thierry Krähemann bringen Sicherheitshaken zum neuen Storchennest.

Bild: PD

Auch auf dem Weberei-Kamin

Bereits vor fünf Jahren begann ein Storchenpaar auf dem offenen Weberei-Kamin, in knapp 30 Metern Höhe, ein Nest auf einem Metallring mit einem Durchmesser von 1,3 Metern und einer Breite von 15 Zentimetern zu bauen. Sowohl beim Aufbau und dem Abbruch des Nestes fielen viele Äste ins Innere des Kamins, weshalb sich am Boden ein grosses Holzlager auftürmte.

Um den Störchen mehr Sicherheit zu geben, baute die Wängemer Naturschutzvereinigung Grütried (NVG) nun eine stabile Metallkonstruktion. Am 10. Februar wurde sie mit einer Hebebühne passend auf den Kamin gesetzt. Ebenso wurde ein Blitzschutz angebracht. Bereits einen Tag später begutachteten drei Störche im Flug das neue Nest.