Beim Aadorfer Vitaparcours ist die Wachablösung erfolgt

Der Vitaparcours am Aadorfer Heidelberg gilt als einer der schönsten in der Schweiz. Dies war nicht zuletzt Werner Hotz zu verdanken. Zehn Jahre lang kümmerte sich der pensionierte Lehrer um die Einrichtung, nun gab er sein Amt ab.

Kurt Lichtensteiger
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Einer seiner letzten Einsätze für den Aadorfer Vitaparcours: Werner Hotz pflegt die Station «Slalom». (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Einer seiner letzten Einsätze für den Aadorfer Vitaparcours: Werner Hotz pflegt die Station «Slalom». (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Er ist einer von 500 und hat doch seine ganz eigene Geschichte: Der Vitaparcours im Gebiet des nördlich von Aadorf gelegenen Heidelbergs wurde 1972 erstellt. Damals unter der Initiative des Lehrers Alfons Künzli, dem eigentlichen Spiritus Rektor der Einrichtung.

Der spätere Aadorfer Ehrenbürger würde sich heute bestimmt freuen, sähe er, wie immer noch beliebt der Rundlauf bei der Bevölkerung ist, ob bei Spaziergängern, Nordic-Walkern oder Joggern. Diese schätzen die abwechslungsreiche Wegstrecke mit einer Gesamtlänge von 2,9 Kilometern und einer Steigung von knapp 100 Metern.

Beste Aussicht über Aadorf

Ausgangspunkt ist gewöhnlich das Freibad an der Wittenwilerstrasse. Entscheidet man sich für den Gang im Uhrzeigersinn, so rennt das Auge gleich einmal mit. Vom Heidelberg weitet sich der Blick über Aadorf hinaus bis zum Schauen- und Haselberg, ehe es nordwärts hinuntergeht. Vorbei an einem angelegten Kiesdepot, über Treppenstufen und dann – was unvermeidbar ist – über die Weiernstrasse.

Waldwege und Trampelpfade führen zum einstigen Wasserkraftwerk an der Lützelmurg, bevor Dutzende von Treppenstufen zu überwinden sind und dabei die Schweissperlen auf die Stirn drücken.

Täglich mit seinem Hund auf der Strecke

Schon bald nähert sich jedoch der Eisweiher, der zum Innehalten oder gar zu einem Päuschen anregt. Sportliche Läufer widerstehen natürlich derlei Gelüsten und ziehen weiter, vorbei am Luggenseeli, um nach dem Auf und Ab wieder zivilisatorische Geräusche wahrzunehmen, will heissen, dem Ausgangspunkt nahe zu sein.

Doch nur selten dürften sich Benutzende bei ihrem sportlichen Tun darüber Gedanken gemacht haben, dass sich der Vitaparcours nicht von selbst pflegt. Für den Unterhalt sorgte in den letzten zehn Jahren nämlich der pensionierte Reallehrer Werner Hotz, unterstützt von Mitarbeitern des Werkhofs. Praktisch täglich war der Hundebesitzer mit seinem treuen Gefährten auf der Wegstrecke anzutreffen. War etwas nicht in Ordnung, seien es etwa eine mögliche Stolperfalle auf der Strecke oder ein Mangel an einer der insgesamt 15 Stationen, nichts blieb dem aufmerksamen Auge verborgen.

Werkhof Aadorf übernimmt ab diesem Jahr

Den Dank für den lobenswerten Unterhalt durfte Werner Hotz gar von manchen Benutzern und verdientermassen auch von der Gemeinde entgegennehmen, sozusagen der Lohn für seine aufopfernde Tätigkeit. Getrübt wurde diese in all den Jahren nicht einmal durch Ärgernisse wie Littering oder liegen gelassener Hundekot. Werner Hotz blick auf seine Tätigkeit zurück:

«Ganz im Gegenteil: Diesbezüglich kann ich den Sportlerinnen und Sportlern nur ein dickes Lob aussprechen.»

Nun aber sind der Unterhalt und die Aufsicht in andere Hände übergegangen, wie der Gemeinderat in einer offiziellen Verlautbarung der Gemeindenachrichten vermeldete. Seit 1. Januar kümmert sich der Werkhof um die Angelegenheiten – und wird zweifellos die Arbeit im gleichen Sinne weiterführen.

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