Vorstoss gegen Alternativkultur: Ein Frauenfelder SVP-Gemeinderat findet, traditionelle Kulturvereine seien benachteiligt

Romeo Küng, SVP-Gemeinderat, stellt in einer Einfachen Anfrage die Förderung Alternativkultur durch die Stadt Frauenfeld in Frage. «In der momentan schwierigen Zeit muss mit unseren Steuergeldern sparsam und gezielt umgegangen werden», findet er.

Mathias Frei
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Eindruck vom letztjährigen «Out in the Green Garden» in Murg-Auen-Park.

Eindruck vom letztjährigen «Out in the Green Garden» in Murg-Auen-Park.

Bild: Reto Martin (2. August 2019)

«Was darf welche Kultur kosten?»: So lautet der Titel einer Einfachen Anfrage, die SVP-Gemeinderat Romeo Küng eingereicht hat. Wie dem Vorstoss zu entnehmen ist, stellt er die Förderung von Alternativkultur durch die Stadt Frauenfeld in Frage. Jedes Jahr werde alternative Kultur mit «Hunderttausenden von Franken» unterstützt. Neuestes Beispiel sei der auf dem Unteren Mätteli geplante Kaff-Kulturpavillon.

«In der momentan schwierigen Zeit muss mit unseren Steuergeldern sparsam und gezielt umgegangen werden.»
Romeo Küng, Vorstösser und SVP-Gemeinderat.

Romeo Küng, Vorstösser und SVP-Gemeinderat.

Bild: PD

Wieso freiwillige Spenden, statt kleine Eintrittspreise?

In diesem Zusammenhang stellt der SVP-Politiker eine Reihe von Fragen. Sie betreffend alternative Kultur, traditionelle Kultur und das Mitsommerfest. So will Küng wissen, wieso alternative Kultur derzeit so grosszügig unterstützt wird. Fragwürdig findet er, dass das «Out in the Green Garden» nicht mit kleinen Eintrittspreisen «kostenneutral» durchgeführt wird, sondern, wie bislang gehandhabt, mit freiwilligen Spenden. Er fände eine Überprüfung und Anpassung der Leistungsvereinbarungen angebracht.

Traditionelle Kulturvereine, die sich selber finanzierten, seien benachteiligt. Er fragt, ob traditionelle Kultur auf Gesuch hin auch mit bis zu 300'000 Franken unterstützt oder Grundstücke für Clublokale zur Verfügung gestellt würden. Zudem stört er sich, dass voraussichtlich auch das zweite Mitsommerfest subventioniert werden muss.

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