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«Eine erneute Absage wäre frustrierend»: Frauenfeld bereitet sich trotz unsicherer Planung auf diesjährigen Besuch der Tour de Suisse vor

Nach der letztjährigen Absage soll die Tour de Suisse am 6. Juni in Frauenfeld starten. Die Organisatoren gehen derzeit von einer Durchführung aus und denken in Szenarien.

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Anders Stokholm und Urs Steppacher, Präsident und Vizepräsident Tour de Suisse Hub Frauenfeld, besichtigen die mögliche Strecke.

Anders Stokholm und Urs Steppacher, Präsident und Vizepräsident Tour de Suisse Hub Frauenfeld, besichtigen die mögliche Strecke.

Bild: PD

(red/sko) Neues Jahr, neues Glück. Nach diesem Motto bereiten sich die Mitglieder des Vereins Tour de Suisse Hub Frauenfeld auf den diesjährigen Besuch der Tour de Suisse vor. Erlaubt es die Pandemie, startet die grösste Radrundfahrt der Schweiz mit Start und Ziel auf der Grossen Allmend in Frauenfeld am Sonntag, 6. Juni, mit einem Einzelzeitfahren, nachdem deren Besuch im vergangenen Jahr hat abgesagt werden müssen.

Immerhin entstanden durch die Absage dank vorsichtiger Planung keine hohen Kosten. Wegen des zeitlichen Aufwandes jedoch sei man sich im OK einig gewesen, dasselbe Programm lediglich um ein Jahr zu verschieben. Jetzt laufen die Vorbereitungsarbeiten, wie Anders Stokholm und Urs Steppacher, Präsident und Vizepräsident des Vereins Tour de Suisse Hub Frauenfeld, auf einem kurzen Rundkurs mit ihren Velos erzählen.

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Eine Prognose sei schwierig, auch fehlen verbindliche Angaben von Seiten der Dachorganisation der Tour de Suisse, der Cycling Unlimited, mit der die Organisatoren ursprünglich einen Vertrag für drei Gastauftritte 2018, 2020 und 2022 unterzeichnet hat. Stokholm sagt:

«Wir hoffen natürlich auf eine Durchführung möglichst ohne grosse Einschränkungen.»

Wegen der Unsicherheiten denken die Organisatoren aktuell in verschiedenen Szenarien, wie sie mitteilen:

Szenarien für die Durchführung des Tour-de-Suisse-Starts 2021 am Sonntag, 6. Juni, in Frauenfeld:

  1. Optimal wäre, wenn das Zeitfahren als erste Etappe ohne Einschränkung durchgeführt werden könnte.
  2. Die zweite Möglichkeit ist, dass das Startwochenende mit Schutzkonzept und einer Limitierung der Zuschauer stattfindet.
  3. Aber auch eine Durchführung des Anlasses ohne Zuschauer ist denkbar. Das könnte dann ähnlich sein wie bei Ski-Weltcup-Rennen, Eishockey- oder Fussballspielen.
  4. Und ebenfalls möglich ist eine nochmalige Absage.

Über das vierte Szenario müsse primär Cycling Unlimited aufgrund der politischen Vorgaben von Bund und Kantonen entscheiden. Für Stokholm und Steppacher wäre einen Absage aber für den gesamten Radsport ein Verlust. «Eine erneute Absage wäre ziemlich frustrierend, da das nach wie vor motivierte Organisationskomitee die vielen Stunden ein zweites Mal ohne erfolgreichen Anlass geleistet hätte», sagt Stokholm. Und Steppacher ergänzt:

«Aus unserer Sicht kommt eine Verschiebung auf das Jahr 2022 wohl in Frage. Das örtliche OK muss aber mit Cycling Unlimited als Organisator der Tour de Suisse die weitere Zusammenarbeit klären.»

Obwohl noch nicht klar ist, wie die Situation Anfang Juni aussehen wird, treibt das OK die Vorbereitungen unter Berücksichtigung der verschiedenen Szenarien voran, wie Präsident und Vizepräsident betonen. Bezüglich Infrastruktur kann auf die Arbeiten des Vorjahres zurückgegriffen werden.

Fahrer- und Teampräsentation noch unsicher

Die bereits vor Jahresfrist festgelegt Strecke bleibt unverändert. «Sie ist attraktiv und führt nach dem Start auf der Grossen Allmend durch die nördlichen Stadtgebiete sowie Gewerbe- und Industrieareal zurück auf die Grosse Allmend», teilen die Veranstalter mit. Das Ziel sei südlich der Pferderennbahn.

Der Einbezug von Polizei und Zivilschutzorganisation ist ebenfalls geklärt. Als Rahmenprogramm soll am Samstag ein «Familien-Velotag» stattfinden. Die Durchführung einer allfälligen Fahrer- und Teampräsentation sei derzeit noch offen. Die grösste Herausforderung nebst der Planungsunsicherheit stellt die Suche nach Sponsoren dar. Stokholm und Steppacher sagen:

«Da viele Betriebe unter den Einschränkungen aufgrund der Pandemie leiden, ist es schwierig geworden, sie als Sponsoren zu gewinnen.»

Man spüre eine breite Unsicherheit. Für potenzielle Sponsoren entlang der Strecke, die teilweise an Firmenarealen vorbeiführt, sei im Gegenzug zu einer Unterstützung der Tour de Suisse eine Präsenz in den von der Strecke geplanten TV-Übertragungen möglich.

Und was macht der OK-Präsident am 6. Juni, Punkt 11 Uhr? «Ich bin seit einigen Stunden schon unterwegs und habe mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem OK geklärt, ob alles nach Plan läuft.» Es sei noch nicht erlaubt, mit mehr als 300 Personen an einem Ort zusammen zu sein. «Daher haben wir entlang der Strecke an einigen Orten Zuschauerbereiche ausgesondert, jede mit einer anderen kleinen Attraktion und kleinem Take-away-Angebot. Dank hervorragendem Wetter sind viele Menschen unterwegs. Es herrscht eine lockere, entspannte, erwartungsvolle Atmosphäre.»