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Ifwiler Landwirte halten neu Strausse

An der viel befahrenen Hauptstrasse nach Eschlikon leben seit kurzem Strausse. Hinter ihren Besitzern liegt ein langer Gang durch die Instanzen.
Christoph Heer
Ein Ifwiler Strauss beäugt den Fotografen. (Bilder: Christoph Heer)

Ein Ifwiler Strauss beäugt den Fotografen. (Bilder: Christoph Heer)

Neugierig, stolz, sympathisch schauen sie mit ihren langen Hälsen über das Gehege, welches seit einigen Monaten auf dem Land von Claudia und Jakob Schwager steht. Nach reiflichen Überlegungen haben sich die beiden entschieden, mit einer Straussenhaltung neues Terrain zu betreten.

Nicht einfach war der Start zur Tierhaltung, betont Jakob Schwager. «Man darf nicht stehen bleiben, man soll – wenn möglich – Ideen verwirklichen und seine Träume leben», sagt der 43-Jährige. «Unser Traum war es jüngst, den Versuch zu wagen, auf unserem Hof eine kleine Straussenfarm einzurichten.» Und so leben nun nebst Kühen, Ponys, Enten und Kälber auch 15 solcher Laufvögel. Mit ihrem langen Hals und einer Grösse von über zwei Metern fallen sie auf; aber nicht nur deswegen. «Wenn man sich ruhig dem Gehege nähert, wird schnell bemerkt, wie neugierig unsere Strausse sind», sagt Jakob Schwager. Zugleich betont er, dass die Tiere aber auch zuschnappen oder mit ihren langen Beinen richtig stark zutreten, wenn sie denn in ihrer Privatsphäre gestört werden.

Startschuss nach Behördendurchlauf

Nachdem sich die ganze Familie dazu entschieden hatte, etwas zu wagen und auf die Karte Strauss zu setzen, folgte für Jakob Schwager ein aufwendiger Behördendurchlauf. Von der Bewilligung der Gemeinde für die Errichtung des 180 Zentimeter hohen Geheges bis zu den Abklärung und Bewilligungen mit dem Veterinäramt in Frauenfeld strich die Zeit so durchs Lande.

Landwirt Jakob Schwager inmitten seiner Strausse.

Landwirt Jakob Schwager inmitten seiner Strausse.

Jakob Schwager erklärt, dass er für die Halterbewilligung gar nach Deutschland reiste. «Hier in der Schweiz sind Strausse Exoten, daher sind die Kurse, die zu absolvieren sind und für die artgerechte Haltung von Nöten ist, enorm rar. Ich habe darum den Kurs in Deutschland gemacht und habe von unserem Veterinäramt so die Bewilligung erhalten.» Was da alles auf die Familie Schwager zukam, überraschte, liess aber das grosse Herzblut hinter der Sache keineswegs schwinden.

Verkauf ab Ende November

Noch geniessen die Vögel ihr tolles Gehege und ihren Stall. Anfänglich erschraken sie ob ihnen unbekanntem Lärm. Claudia Schwager bemerkte, dass sie ängstlich wirkten, als sie zum ersten Mal laute Motorräder vorbeifahren hörten. «Oder bei Heissluftballonen, die über ihre Köpfe fahren, da ziehen sie sich zurück. Aber Ballonfahrer sind respektvoll, so haben –auf unserer Intervenierung hin – schon einige unseren Hof grossräumig umfahren», sagt sie. «Ihnen gebührt unser Dank ebenso wie der Gemeinde, allen Behörden und der Familie, die von Anfang hinter unserem Projekt gestanden sind».

Am 30. November und 1. Dezember erfolgt ein erster Fleischverkauf ab Hof. Auf dieses Datum hin wird noch viel gearbeitet. Der Verkaufsladen wird eingerichtet und das bis dahin verarbeitete Fleisch, portioniert und vakuumiert. Aber erst können die Strausse ihren ersten Sommer im Hinterthurgau geniessen.

Jakob und Claudia Schwager.

Jakob und Claudia Schwager.

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