Glosse
Vom Winde verweht - von Aadorf über Sirnach bis fast nach Tschechien

Südsicht über den Arlberg auf das Hinterthurgauer Windpotenzial - oder umgekehrt.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

Da soll noch jemand sagen, der Hinterthurgau habe kein Windpotenzial. Klar, dem Aadorfer Gewerbeverein wäre es bestimmt lieber gewesen, wir könnten den Klimawandel anders bekämpfen als mit starken Windböen just am Tag des Weihnachtsmarktes. Im Gegensatz zur Madrider Klimakonferenz ist die Sache in Aadorf aber gut ausgegangen. Der Gewerbeverein hat die Übung – Achtung, mässig originelles Wortspiel! – abgeblasen. Aber ein paar Unbeirrbare haben im Schutze des Gemeindesaales dann doch noch den einen oder anderen Kraftstein verkaufen können.

Deswegen nun aber gleich riesengrosse Windräder in Aadorf aufstellen? Wohl eher nicht. Schliesslich sind die schon Energiestadt, das muss reichen. Zumal der Kanton das wirklich grosse Windpotenzial eh in Sirnach vermutet. Den Beweis, wie richtig der Kanton damit liegt, haben die Sirnacher just am Nationalfeiertag erbracht. Einen Ballonflugwettbewerb haben sie gemacht. Der Siegerballon flog sagenhafte 412 Kilometer weit. Über den Arlberg bis ins österreichische Linz. Damit holt sich Sirnach sogar das Energiestadt-Gold-Label. Und wir gratulieren herzlich!

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