Villa Sutter: Die Münchwiler Dorf-Oase will bekannter werden

Der neue Vorstand des Münchwiler Vereins Villa Sutter hat seine Ziele präsentiert. Er will unter anderem seine Anzahl Mitglieder verdoppeln.

Roman Scherrer
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Der Vorstand des Vereins Villa Sutter – Linda Ludolini, Manfred Filliger, Dénise Schmid, Konrad Haltiner und Präsident Bruno Wick – posiert mit den Künstlern Walo Raschle und Orfea Mittelholzer, Café-Geschäftsführerin Evelyne Wehrle und Künstler Gery Zwahlen. Auf dem Foto fehlt Vorstandsmitglied Brigitta Muñana. (Bild: Roman Scherrer)

Der Vorstand des Vereins Villa Sutter – Linda Ludolini, Manfred Filliger, Dénise Schmid, Konrad Haltiner und Präsident Bruno Wick – posiert mit den Künstlern Walo Raschle und Orfea Mittelholzer, Café-Geschäftsführerin Evelyne Wehrle und Künstler Gery Zwahlen. Auf dem Foto fehlt Vorstandsmitglied Brigitta Muñana. (Bild: Roman Scherrer)

Man könnte meinen, die Wahlen seien heimlich über die Bühne gegangen. Dass der Verein Villa Sutter an seiner Jahresversammlung Ende April drei neue Mitglieder für den sechsköpfigen Vorstand bestimmt hatte, ist nämlich bisher nicht an die breite Öffentlichkeit gedrungen. An einer Medienorientierung am Dienstagabend präsentierte sich das Gremium erstmals in neuer Zusammensetzung.

Bruno Wick hat das Vereinspräsidium von Gabriela Frei übernommen. «In den vergangenen Monaten konnten wir uns in unseren Rollen einfinden», sagt er mit Blick auf die neue Aufgabenverteilung. So zeichnet Wick für die Bereiche Finanzen, Café und Personal verantwortlich.

Mit ihm sind Konrad Haltiner (Bau und Liegenschaft) und Linda Ludolini (Werbung und Kommunikation) neu in die Vereinsführung gerückt – für die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Ueli Bohnenblust und Freddy Stettler. Weiterhin dabei sind Dénise Schmid (Kunst und Ausstellungen), Brigitta Muñana (Buchhaltung) und Manfred Filliger (Vertreter Gemeinde und Aktuariat).

Verdoppelung der Anzahl Mitglieder

«Ich bin erstaunt, dass man das Angebot der Villa Sutter im Dorf nicht wirklich kennt», sagt Bruno Wick. Der Vorstand ist sich zwar einig: Die Villa Sutter mit ihrem Park ist eine Oase im Dorf. Jedoch würden viele gar nicht wissen, dass man die Liegenschaft betreten dürfe, weil sie eher wie ein privates Anwesen wirke.

«Wir wollen bei der Bekanntheit ansetzen.»

sagt Wick. So habe man sich als Ziel gesetzt, die Anzahl der Vereinsmitglieder in den kommenden zwei Jahren von heute knapp 200 auf 400 zu erhöhen. «Das vereinfacht uns die Arbeit in vielen Bereichen», sagt Wick. Mit verstärkten Kommunikations- und Marketingaktivitäten wolle man auf sich aufmerksam machen.

Café als Zugpferd

Das Café Sutter soll ein Zugpferd werden und die Leute mit speziellen Angeboten in die Villa und in den Park locken. «Wir servieren gutbürgerliche Küche, wollen aber auch mit der Zeit gehen und aktuelle Trends bieten», sagt Café-Geschäftsführerin Evelyne Wehrle. In ihrem Betrieb sehe sie viel Potenzial. Durch mehr Café-Besucher könne man auch vermehrt auf die Kunst aufmerksam machen, sagt Wick.

«Das Wichtigste ist, dass wir attraktive Künstler gewinnen können. Ich bin begeistert, wie es jetzt hier aussieht.»

Wick verweist auf die aktuelle Gruppenausstellung von fünf Künstlern. Deren drei – Walo Raschle, Orfea Mittelholzer und Gery Zwahlen – sind an der Medienorientierung anwesend. Sie geben das Lob an den Vorstand zurück. «Die Vernissage war eine Bombe», sagte etwa Orfea Mittelholzer.

Jagdhaus soll voraussichtlich 2020 saniert werden

Weiterhin ist der Verein mit der Sanierung des maroden Jagdhauses beschäftigt. Einen Beitrag dafür in der Höhe von 100'000 Franken strich die Münchwiler Gemeindeversammlung im vergangenen November aus dem Budget.

«Die Sanierung alleine kostet 80'000 bis 100'000 Franken», erklärt Konrad Haltiner. Von der Alfred-und-Anneliese-Sutter-Stöttner-Stiftung habe man das Geld zugesichert erhalten. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich 2020 durchgeführt. Später will der Vorstand festlegen, wie das Häuschen genutzt werden soll.

Münchwiler Verein Villa Sutter sucht neue Leitung

Weil ihm die Gemeindeversammlung den Beitrag gestrichen hat, muss der Verein Villa Sutter bei der Sanierung des Jagdhauses über die Bücher. Derzeit beschäftigt den Vorstand allerdings ein Nachfolgeproblem.
Roman Scherrer