Vierfache Raumklänge in der «Glocke» In Steckborn

Die Uraufführung von Ulrich Gassers neuem Vokalwerk zog am Samstag viel interessiertes Publikum ins Unterseestädtchen.

Drucken
Teilen
Sängerin Catriona Bühler in Aktion. Auf der Treppe sitzt eine Besucherin, und eine Etage höher Sänger Niklaus Kost.Bild: PD

Sängerin Catriona Bühler in Aktion. Auf der Treppe sitzt eine Besucherin, und eine Etage höher Sänger Niklaus Kost.Bild: PD

(red) Das von Judit Villiger kuratierte «Haus zur Glocke» in Steckborn konnte vergangenen Samstag das Publikum kaum fassen. Immerhin konnten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer im ganzen Haus verteilen. Denn die Uraufführung von Ulrich Gassers Vokalwerk «Schaulager» fand synchron in vier Räumen statt, die sich auf zwei Stockwerke erstreckten.

Inhaltlich im Zentrum des Werks standen zwei Sängerinnen und zwei Sänger, die sich über weite Strecken des Werks nicht zu Gesicht bekamen und nur akustisch kommunizierten. Sprechtexte aus verschiedensten Quellen, zusammengestellt von Eva Tobler und Ulrich Gasser, gingen mehrfach über in Gesangsduette und Gesangsquartette, die auch ohne die räumliche Trennung schon höchste Ansprüche an das sängerische Können stellten. Es sangen und sprachen a cappella Catriona Bühler (Sopran), Ulrike Andersen (Alt), Daniel Bentz (Tenor) und Niklaus Kost (Bariton). Die szenische Beratung besorgte Daniel Fueter. Das Werk wird in nächster Zeit noch an drei weiteren Orten in der Schweiz zur Aufführung gelangen.

www.hauszurglocke.ch

Aktuelle Nachrichten