Gesamterneuerungswahlen Gemeinderat Herdern: Vier Bisherige und ein Neuer

Bereits im ersten Wahlgang sind alle Entscheidungen gefallen. In politisch Herdern übernimmt Mario Manhart auf die neue Legislatur den frei werdenden Behördensitz. Ulrich Marti bleibt Gemeindepräsident.

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Der fast komplette neue Herdermer Gemeinderat: Silvia Butti (bisher), Mario Manhart (neu), Franz Weber (bisher) sowie Gemeindepräsident Ulrich Marti (bisher). Krankheitshalber fehlt der ebenfalls gewählte Peter Mächler (bisher). (Bild: Mathias Frei)

Der fast komplette neue Herdermer Gemeinderat: Silvia Butti (bisher), Mario Manhart (neu), Franz Weber (bisher) sowie Gemeindepräsident Ulrich Marti (bisher). Krankheitshalber fehlt der ebenfalls gewählte Peter Mächler (bisher). (Bild: Mathias Frei)

Thomas Horn ist ein fairer Verlierer. Als Mario Manhart am Sonntagmittag auf der Gemeindeverwaltung in Lanzenneunforn eintritt, darf er als Erstes Glückwünsche seines Mitkonkurrenten entgegennehmen. Manhart (Jahrgang 1969) hat den Einzug in den Gemeinderat von Herdern souverän geschafft, wie auch die bisherigen Behördenmitglieder Silvia Butti, Franz Weber, Peter Mächler sowie Gemeindepräsident Ulrich Marti.

Peter Mächler, Gemeinderat Herdern.

Peter Mächler, Gemeinderat Herdern.

Bei 347 massgebenden Stimmzetteln und einem absoluten Mehr von 174 Stimmen kam der parteilose Manhart auf 232 Stimmen. Thomas Horn (parteilos), der ebenfalls neu kandidierte, schaffte mit 197 Stimmen zwar das absolute Mehr, schied aber überzählig aus. Manhart, Leiter Produktmanagement, Beratung und Projekte, übernimmt das Mandat von Peter Furger, der auf Ende Legislatur zurücktritt. Silvia Butti (parteilos), die das Amt seit 2015 inne hat, bekam 229 Stimmen, 235 Stimmbürger wählten Franz Weber (CVP), der seit 2008 Gemeinderat ist. Peter Mächler (FDP, seit 2011) konnte 245 Stimmen auf sich vereinen.

Fusionsidee ein Thema in der neuen Legislatur

Gemeindepräsident bleibt Ulrich Marti (SVP). 209 Stimmbürger wählten ihn. Bei 312 massgebenden Stimmen lag das absolute Mehr bei deren 157. Marti gehört seit 2008 der Behörde an. 2015 schaffte er die Wahl ins Präsidium und trat damals die Nachfolge Cornelia Komposchs an, die in den Regierungsrat gewählt worden war. Der alte und neue Gemeindepräsident zeigt sich zufrieden, dass schon nach dem ersten Wahlgang alles klar ist. Die neue Legislatur beginnt am 1. Juni 2019. Es gelte dann, einige Themen anzugehen, sagt Marti. So stehe die Ortsplanungsrevision an, einige Reglemente müssten überarbeitet werden. Ein Thema sei die Infrastruktur der Werke. Zudem wolle man steuerlich attraktiver werden. Und auch mit der Idee einer Gemeindefusion werde man sich beschäftigen, wie Marti erklärt. Eine Gruppe sammelt derzeit Unterschriften zu besagtem Thema.

Dieser Bürgergruppe gehört auch der gewählte Mario Manhart an. Was den Ausschlag zu seinen Gunsten gegeben habe, könne er nicht genau sagen.

«Gut, dass die Stimmbürger die Auswahl hatten zwischen zwei guten Kandidaturen.»

Wenn sich an der aktuellen Ressortverteilung nichts ändert, wonach es aussieht, würde Hanhart von Furger die Bereiche Öffentliche Sicherheit und Umwelt übernehmen. Und das würde gut zu seinem beruflichen Hintergrund passen, sagt Manhart.

Herdern soll auf Brautschau gehen

In diesen Tagen bekommen die Einwohner Post. Eine Bürgergruppe lanciert eine Petition und fordert damit den Gemeinderat auf, Fusionsverhandlungen mit Nachbargemeinden aufzunehmen.
Mathias Frei