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Viel Kuchen und ein wenig Nervosität: Der Schulbeginn an der Kanti Frauenfeld

Am Montag galt es an der Kanti ernst für 205 Erstklässlerinnen und Erstklässler. Auch Rektorin Chantal Roth hatte ihren ersten Schultag.
Mathias Frei
Kuchen für alle: Die neue Rektorin Chantal Roth bringt die Backwaren an die Schülerinnen und Schüler. (Bild: Donato Caspari)

Kuchen für alle: Die neue Rektorin Chantal Roth bringt die Backwaren an die Schülerinnen und Schüler. (Bild: Donato Caspari)

Sie schüttelt Hände, dann setzt sie sich in die erste Reihe. Die Aula füllt sich. Ihr erster Schultag an der Kantonsschule Frauenfeld: Chantal Roth, seit 1.August neue Kantirektorin. Dass sie offiziell erst seit kurzem im Amt ist, merkt man ihr nicht an. Was sie mag oder eben nicht, hat sie aufgelistet. Bei ersterem liest man auf der Leinwand: «verschmuste Katzen», «Fruchtwähen» oder «Schwitzen beim Sport». Dagegen ist sie kein Fan davon, Dinge hinauszuschieben. Das macht die Rektorin nahbar. Als die Schülerinnen und Schüler später das Kuchenbuffet stürmen, sagt Roth:

«Ich habe eine innere Nervosität. Aber die ist weg, wenn ich vor Leute stehe und spreche.»

Das ist bei den Kanti-Erstklässlern wohl noch anders. Da ist die Nervosität nicht so schnell verflogen. 205 Schülerinnen und Schüler beginnen an diesem Montag an der Kanti. 105 treten ins Gymnasium ein, 74 starten mit der Fachmittelschule, 25 mit der Informatikmittelschule. Damit gehen dieses Semester also 721 Schüler an die Kanti, unterrichtet werden sie von 106 Lehrpersonen.

«Sie sind zum ersten Mal freiwillig an einer Schule, das zeigt mir, dass Sie lernen wollen», spricht die neue Rektorin die neuen Schüler an.

Rektorin ist vorerst nicht für Unterricht eingeteilt

Als Prorektorin an der Kantonsschule Romanshorn hat Roth unterrichtet. «Zumindest in diesem ersten Schuljahr in Frauenfeld unterrichte ich nicht.» Weil so viel Neues auf sie zukomme im neuen Amt, werde ihr der Unterricht in der ersten Zeit wohl nicht fehlen. Gleichwohl sei für sie der Kontakt zu den Schülern etwas vom Wichtigsten. «Und mit ihnen Neues in Angriff zu nehmen.» Die Erstklässler sowie die dritten und vierten Klassen begrüsst sie am ersten Schultag persönlich. Bei den Zweitklässlern will sie in den kommenden Tagen Besuche im Unterricht machen. Wenn das Wetter in den kommenden Tagen besser ist, wird sie dann auch mit dem Velo zur Kanti fahren. Chantal Roth lebt mit ihrer Familie in Herdern.

«Steps» hilft, in Englisch mitreden zu können

Seit zwei Jahren läuft an der Kanti Frauenfeld das Schulentwicklungsprogramm «Steps». Es ist schulintern konzipiert worden und will die Studierfähigkeit der Kantiabgänger verbessern. Im Gegensatz etwa zu Begabtenförderung profitieren alle Schüler von «Steps». Nebst basalen Kompetenzen in Deutsch und Mathe, digitalen Kompetenzen und einer Standortbestimmung bildet «Englisch als Lernsprache» einen Bereich von «Steps». Englisch soll auch ausserhalb des Englischunterrichts zur Selbstverständlichkeit werden. In diesem Zusammenhang waren die dritten und vierten Kantiklassen am ersten Schultag zum Referat einer aus Kalifornien stammenden Lehrerin eingeladen, die heute bei einem global tätigen Online-Bildungsunternehmen Englisch unterrichtet. Die Message von Mara Able lautete: «You are the author of your Story.» (ma)

Die neue Rektorin erzählt den Schülern von Fehlerkultur. Die Kanti sei eine geschützte Umgebung. «Fehler beim Lernen helfen, einen Sachverhalt zu durchdringen, und sind somit Teil des Erfolgs.» Als Erstklässler habe man am ersten Schultag viele Fragen, mutmasst Roth. Zum Beispiel, ob das Essen in der Mensa gut sei.

«Auf diese und andere Fragen werden Sie in den nächsten Tagen und Wochen Antworten erhalten.»

Der erste Schultag ist aber nicht nur für die neuen Schüler und die neue Rektorin besonders, sondern auch für die Klassenlehrer. Bei ihm steigere sich die Nervosität ab der letzten Woche vor Schulbeginn, meint Geschichtslehrer Dimitri Prica, der die Klasse 1mc übernimmt. Beim Lernen der Namen der neuen Schülerinnen und Schüler helfen ihm Besonderheiten. «Da war mal eine Schülerin, die daheim ein Känguru hielt. So konnte ich mir ihren Namen merken.» Und Deutschlehrer Rüdiger Thierbach, neuer Klassenlehrer der 1fc, meint: «Am ersten Schultag bin ich den neuen Schülern am nächsten. Wir sind alle ein wenig nervös.» Für ihn habe das aber etwas Positives. Er spricht von einer freudigen Spannung.

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