Viehschau
«Ab und zu fühle ich mich wie ein Esel»: Stadtrat Andreas Elliker kommt mit zwei Ochsen in die Frauenfelder Altstadt

Die beiden Jungochsen von Biolandwirt und Stadtrat Andreas Elliker brauchen einen Namen. Die Bevölkerung kann diesen Freitag die Tiere besichtigen und Namensvorschläge abgeben. Kommenden Frühling sind die Täuflinge dann Hauptdarsteller bei Ellikers Ochsenfladenbingo auf seinem Bachhof.

Mathias Frei
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Die beiden Jungochsen im Bachhof-Stall. Das linke Tier ist am 8. Oktober 2020 auf die Welt gekommen, das rechte am 25. Mai 2021.

Die beiden Jungochsen im Bachhof-Stall. Das linke Tier ist am 8. Oktober 2020 auf die Welt gekommen, das rechte am 25. Mai 2021.

Bild: PD/Hanu Fehr

Das wird eine Schau, eine adventliche Viehschau. Der umtriebige Frauenfelder Stadtrat Andreas Elliker, seines Zeichens Biolandwirt auf dem Bachhof in Osterhalden, macht es möglich. Diesen Freitag präsentiert der Lokalpolitiker beim Meitlibrunnen in der Altstadt seine zwei namenlosen Jungochsen. Das ist ja fast wie die Jesu-Krippe zu Bethlehem. Es fehlt nur noch ein Esel. Elliker meint:

Andreas Elliker, Biolandwirt und Stadtrat.

Andreas Elliker, Biolandwirt und Stadtrat.

Bild: Mathias Frei
«Ab und zu fühle ich mich schon wie ein Esel.»

Aber es heisse ja auch, in der Frauenfelder Lokalpolitik fehle es nicht an Ochsen. Jedenfalls ist von 16 bis 20 Uhr auf dem Kopfsteinpflaster Stroh ausgelegt, damit es die beiden Jungtiere auch gemütlich haben. Für Passanten gibt es eine neu kreierte Bratwurst aus eigener Zucht sowie Tranksame wie zum Beispiel Glühmost. Elliker sagt: «Meine beiden Ochsen brauchen endlich Namen.» Denn die beiden Rindviecher sind Hauptdarsteller bei Ellikers Ochsenfladenbingo am Freitag, 22. April 2022, auf seinem Bachhof. Am Tag darauf lädt die Familie Elliker zum Tag der offenen Tür auf dem Landwirtschaftsbetrieb.

Das Plakat zum Ochsenfladenbingo.

Das Plakat zum Ochsenfladenbingo.

Bild: PD

In jungen Jahren schon zwei Schwergewichte

Namenlos 1, geboren am 8. Oktober 2020.

Namenlos 1, geboren am 8. Oktober 2020.

Bild: PD/Hanu Fehr

Der dunkelbraunbeige Ochse ist am 8. Oktober 2020 auf die Welt gekommen. Der werde mittlerweile wohl um die 380 Kilogramm auf die Waage bringen, schätzt Elliker. Das weissschwarze Jungtier ist am 25. Mai dieses Jahres geboren worden. Sein geschätztes Gewicht: um die 270 Kilo.

Die Bevölkerung kann am Meitlibrunnen Namensvorschläge einreichen. Elliker und eine Namensfindungskommission sichten die Vorschläge und wählen die zwei passenden aus. Die Gewinnernamen würden natürlich mit einem Präsent belohnt, verspricht der Biolandwirt.

Namenlos 2, geboren am 25. Mai 2021.

Namenlos 2, geboren am 25. Mai 2021.

Bild: PD/Hanu Fehr

Wie soll ein Name für einen Ochsen denn sein? Grundsätzlich sei alles möglich, sagt Elliker. Wenn er die beiden Ochsen taufen müsste, würde er auf Zungenbrecher verzichten. Und zu lang dürfte der Name auch nicht sein.

Ein träfer Werbespruch zum Anlass vom 22. April 2022.

Ein träfer Werbespruch zum Anlass vom 22. April 2022.

Bild: PD
«Anders – weil sich das so kompliziert ausspricht – und Fabrizio – zu lang – kämen deshalb für mich nicht in Frage.»

Elliker schmunzelt. Und er blickt in grosser Vorfreude auf den kommenden 22. April. Prinzip des Ochsenfladenbingos ist, dass das Tier sich auf einer Wiese, die in Felder unterteilt ist, bewegt. Voraus gibt man Wetten ab, wo der Ochsenfladen fällt. Im Sommerhalbjahr, wenn die Tiere die ganze Zeit draussen weideten, seien die Fladen von dünnerer Konsistenz, weiss er aus Erfahrung.