Die Lommiser Ed.Vetter AG baut
117 Wohnungen auf dem Aadorfer Hildebrandareal

Dieses Projekt wird Aadorf 200 bis 300 weitere Einwohner bescheren: Die Lommiser Ed.Vetter AG hat die Baueingabe für die Überbauung des Hildebrandareals gemacht.

Olaf Kühne
Drucken
Teilen
Das Aadorfer Hildbrandareal im Dezember 2019.

Das Aadorfer Hildbrandareal im Dezember 2019.

(Bild: Olaf Kühne)

Aadorf Als Schnellschuss kann man das aktuelle Projekt der Lommiser Ed.Vetter AG in Aadorf bestimmt nicht bezeichnen. Geistert doch die Idee einer Überbauung des sogenannten Hildebrandareals im Nordwesten Aadorfs schon bald ein Jahrzehnt durch die grösste Hinterthurgauer Gemeinde. Ein erster Meilenstein des Vorhabens war anfangs 2014 erreicht: Die Stimmbürger bewilligten den Verkauf zweier Parzellen an die Verwo Immobilien AG, welche inzwischen mit der Ed.Vetter AG fusioniert hat.

Bauunternehmer Urs Vetter vor der Überbauung Lindenacker in Eschlikon.

Bauunternehmer Urs Vetter vor der Überbauung Lindenacker in Eschlikon.

(Bild: Olaf Kühne)

Weitere vier Jahre später erfolgte, wieder via Urnengang, die Umzonung von der Industriezone in die viergeschossige Wohn- und Gewerbezone. Von 110 Wohnungen mit 200 Tiefgaragenplätzen war damals die Rede. Und schon 2014 sagte Verwo-Verwaltungsratspräsident Urs Vetter im Gespräch mit unserer Zeitung: «Wir werden in der Überbauung bestimmt einen bedeutenden Teil an bezahlbaren Mietwohnungen errichten. Teure Eigentumswohnungen gibt es langsam genug.»

Baubeginn für Ende 2022 geplant

In welcher Preisklasse sich der geplante neue Wohnraum effektiv bewegen wird, muss aufgrund zahlreicher Ferienabwesenheiten derzeit offen bleiben. Wie auch, ob das einst angedachte Ärztezentrum in der Überbauung tatsächlich realisiert wird. Fest steht hingegen: Es werden sogar noch einige Wohnungen mehr, als einst gedacht. Wie der Aadorfer Gemeinderat mitteilt, ist die Baueingabe für 117 Wohnungen erfolgt – «mit einem guten Wohnungsmix». Zuvor sei, im November 2019, der während fünf Jahren entwickelte Gestaltungsplan bewilligt worden.

Laut der gemeinderätlichen Mitteilung werden die Bauten im Minergie-Standard erstellt und mittels Fernwärme geheizt. Zu den bestehenden 8300 Quadratmetern Gewerbefläche an der Industriestrasse 15 sollen weitere 880 Quadratmeter dazu kommen. Als voraussichtlichen Termin für den Baustart nennt der Gemeinderat Ende 2022.

Mehr zum Thema

Gemeinde Aadorf plant ein Ärztezentrum

Der Aadorfer Gemeinderat und die Vetter AG planen, in der Überbauung Brüel ein Ärztezentrum zu realisieren. Sie geben dafür eine Machbarkeitsstudie in Auftrag.
Roman Scherrer

Der Investor hat Grosses vor

AADORF. Am 9. Februar befindet die Aadorfer Stimmbevölkerung über den Verkauf zweier Parzellen an einen privaten Investor. Dieser will das Hildebrand-Areal nach Süden entwickeln und darauf mehrheitlich bezahlbaren Wohnraum erstellen.
Olaf Kühne

STANDORTWECHSEL: Die Hühner kommen mit

Das Zentrum Ranunkel zieht von Aadorf nach Wängi. Lange Zeit suchte der Verein vergeblich nach neuen Räumlichkeiten. Nun wurde er in der Zwirnerei Rosental fündig.
Olaf Kühne