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Das erwarten Frauenfelder Meinungsführer von der TZ

Die Redaktion der Thurgauer Zeitung erörterte am Donnerstag im Brauhaus Sternen mit Meinungsführern aus Politik, Wirtschaft und Kultur aus der Region die Zukunft der Medien.
Stefan Hilzinger
Podium über die Lage der TZ mit Regierungsrätin Carmen Haag, Moderator und TZ-Redaktor Mario Testa, TZ-Chefredaktor David Angst und Beat Guhl, CEO der Sky-Frame AG.

Podium über die Lage der TZ mit Regierungsrätin Carmen Haag, Moderator und TZ-Redaktor Mario Testa, TZ-Chefredaktor David Angst und Beat Guhl, CEO der Sky-Frame AG.

Nicht die Medien an sich stecken in einer Krise, sondern die gedruckten Traditionstitel. Die Inserateeinnahmen schwinden, die Abozahlen auch. Für die Verlage wird es je länger je schwieriger, Zeitungen finanziell selbsttragend zu halten. Dazu kommt die Gratis-Kultur von Pendler-Zeitungen und Internet. An diesem Punkt steht auch die Thurgauer Zeitung als Teil der Regionalmedien der NZZ-Gruppe.

Die einzige mediale Klammer für den Kanton

Wie steht die TZ bei den Meinungsführern aus Politik, Wirtschaft und Kultur im Bezirk Frauenfeld? Welche Wünsche haben sie an Verlag und Redaktion? Diese Fragen diskutierten rund 70 Gäste gestern mit TZ-Chefredaktor David Angst und Pascal Hollenstein, dem publizistischen Leiter der NZZ-Regionalmedien. Die Bedeutung der TZ als «einzige mediale Klammer für den Thurgau» unterstrichen verschiedene Votanten. «Ohne die TZ gäbe es in unserem Kanton keine öffentliche politische Diskussion», sagte Regierungsrätin Carmen Haag, die mit Sky-Frame-Chef Beat Guhl auf dem Podium war. «Wenn es die Zeitung nicht mehr gäbe, bewegen wir uns künftig im Nebel», sagte Guhl.

Frauenfeld TG - Die Thurgauer Zeitung lud zu einem Informationsanlass ins Brauhaus Sternen in Frauenfeld, wo sich rund 70 geladene Gäste einfanden. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Die Thurgauer Zeitung lud zu einem Informationsanlass ins Brauhaus Sternen in Frauenfeld. Im Bild: Pascal Hollenstein, Leiter Publizistik der NZZ Regionalmedien. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Kurt F. Sieber, Robert Zahnd. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Hansjörg Brem, Pascal Hollenstein, Markus Graf. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Im Bild: Pascal Hollenstein, Leiter Publizistik der NZZ Regionalmedien, sprach über die Lage der TZ. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Cornelia Trefzer, Stefan Leuthold, Sandra Kern, Joachim Pfauntsch, Gina Rüetschi. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Christian Mader, Turi Schallenberg, Daniel Vetterli. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Im Bild: Pascal Hollenstein, Leiter Publizistik der NZZ Regionalmedien, sprach über die Lage der TZ. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Beni Pfister, Walter Fürer. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Carmen Haag, Mario Testa, David Angst, Beat Guhl. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Stehend: Beat Oehrli, Direktor der Klinik Schloss Mammern. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der TZ im Brauhaus Sternen. Im Bild: Podium über die Lage der TZ mit Regierungsrätin Carmen Haag, Moderator und TZ-Redaktor Mario Testa, TZ-Chefredaktor David Angst und Beat Guhl, CEO der Sky-Frame AG. Bild: Reto Martin.
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Peter Exinger, Robert Zahnd, Paul Koch. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Die Thurgauer Zeitung lud zu einem Informationsanlass ins Brauhaus Sternen in Frauenfeld, wo sich zahlreiche geladene Gäste einfanden. Im Bild: Podium über die Lage der TZ mit Regierungsrätin Carmen Haag, Moderator und TZ-Redaktor Mario Testa, TZ-Chefredaktor David Angst und Beat Guhl, CEO der Sky-Frame AG.
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Stehend: Beat Oehrli, Direktor der Klinik Schloss Mammern. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Stehend: Kantonsrat Daniel Vetterli, Präsident der Thurgauer Milchproduzenten. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Peter Exinger, Blattmacher der TZ. Bild: Reto Martin
Frauenfeld TG - Die Thurgauer Zeitung lud zu einem Informationsanlass ins Brauhaus Sternen in Frauenfeld, wo sich zahlreiche geladene Gäste einfanden. Im Bild: Podium über die Lage der TZ mit Regierungsrätin Carmen Haag, Moderator und TZ-Redaktor Mario Testa, TZ-Chefredaktor David Angst und Beat Guhl, CEO der Sky-Frame AG.
Frauenfeld TG - Informationsanlass der Thurgauer Zeitung im Brauhaus Sternen. Stehend: Willy Läderach, OK-Präsident MXGP Frauenfeld. Bild: Reto Martin
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In eigener Sache

Obacht vor zuviel Boulevard

Einen Ausweg aus der Krise sucht die TZ mit ihren Partnertiteln in St. Gallen und der Innerschweiz in einer Offensive mit bezahltem Inhalt im Internet – und in der angestrebten Zusammenarbeit mit den Titeln des Aargauer AZ-Verlages. Regierungsrätin Haag und weitere Votanten befürchten eine zunehmende Boulvardisierung des Journalismus. «Auch der Online-Journalismus verdient Qualität. Auch hier wollen die Menschen längere, hintergründige Artikel lesen können», sagte Haag. Sie zählt sich zu den klassischen Zeitungslesern, während Wirtschaftsmann Guhl die News auf dem Tablet liest. «Titel sollen zuspitzen, aber nicht überspitzen», hielt Blattmacher Peter Exinger Carmen Haag entgegen, die sagte, Titel seien manchmal etwas reisserisch. Mit einer guten Überschrift verkaufe der Journalist letztlich seine Arbeit.

Zuviel St. Gallen im Blatt?

Ein wunder Punkt bleibt in Frauenfeld weiterhin eine «Sankt-Gallen-Lastigkeit», die von alt Stadtammann Carlo Parolari angesprochen wurde. «Niemand hier interessiert sich dafür», sagte er. Und Regierungsrätin Carmen Haag meinte: «Manchmal hat man den Eindruck, es gelte die Formel Ostschweiz gleich St. Gallen».
Chefredaktor David Angst machte andererseits klar, das allein für den Bezirk Frauenfeld ein Team von vier Redaktoren täglich mindestens zwei Seiten lokale Inhalte liefere. «Finden Sie mir eine andere Stadt in der Grösse von Frauenfeld, die ebenfalls täglich eine Seite in einer Tageszeitung erhält», sagte Angst.

Tendenziell künftig noch mehr Thurgau in der TZ

Auch unter dem neuen gemeinsamen Dach mit den Aargauer Zeitungen werde es in der TZ nicht weniger Thurgau geben als heute. «Tendenziell eher mehr», sagte Hollenstein. Anders als in Frauenfeld gebe es im Oberthurgau durchaus Interesse an St. Galler Themen. Und dank den neuen Zeitungen, die zum Verbund gehören werden, wird sich der Fokus wieder vermehrt auch nach Westen richten.
Bei aller Problematik rund um die gedruckten Zeitungen: Von staatlicher Unterstützung für Printmedien will niemand etwas wissen, weder die Vertreter der Redaktion noch Carmen Haag oder Beat Guhl.

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