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Verstorbene ermöglicht der Frauenfelder Schulgemeinde einen Landkauf für 7,5 Millionen

Die Primarschulgemeinde Frauenfeld will im Kurzdorf-Quartier für 7,5 Millionen Franken ein Grundstück erwerben. Das letzte Wort hat das Stimmvolk bei der Abstimmung Ende November.
Samuel Koch
Sie informieren über aktuelle Agenden der Schulgemeinden: Präsident Andreas Wirth, Leiter Betrieb Markus Herzog, Finanzchef Christian Schwarz und Auen-Schulleiter Claudio Bernold. (Bild: Andrea Stalder)

Sie informieren über aktuelle Agenden der Schulgemeinden: Präsident Andreas Wirth, Leiter Betrieb Markus Herzog, Finanzchef Christian Schwarz und Auen-Schulleiter Claudio Bernold. (Bild: Andrea Stalder)

Erst ein Todesfall brachte den Stein ins Rollen. Obwohl die Primarschulgemeinde Frauenfeld seit Jahren Interesse an der Parzelle 50949 östlich der Schulanlage Oberwiesen bekundet hatte, ermöglichte erst das Ableben der gebürtigen Hagenbucherin Ruth Müller, dass die Schule nun in den Genuss eines Vorkaufsrechts für das rund 10'000 Quadratmeter grosse Grundstück kommt. Schulpräsident Andreas Wirth sagte am Freitag an einer Medienorientierung:

«Frau Müller hat testamentarisch verfügt, dass die Primarschulgemeinde das Land kaufen kann.»

Strategisch sei das Grundstück in der Wohnzone 3 von besonderem Wert, zumal es im städtischen Richtplan Siedlung und Verkehr als zukünftige Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (Zöba) eingezeichnet sei.

Vier Schätzungen waren allesamt teurer

«Es ist doch das Ziel, dass Schülerinnen und Schüler in ihrem Quartier zur Schule gehen können», betonte Wirth und zeigte, dass in Frauenfeld nicht nur die Einwohner-, sondern auch die Schülerzahlen ansteigen. «Bei der Primarschule stieg die Schülerzahl seit 2012 um rund einen Achtel», sagte er. «Wir verzeichnen ein starkes Wachstum und wollen mittel- und langfristig unsere Schulbauten erweitern.»

Sagt das Stimmvolk bei der Abstimmung zum Landerwerb vom 24. November Ja, fliessen 7,5 Millionen Franken an die von Ruth Müller bestimmte Erbengemeinschaft, die sich aus gemeinnützigen Vereinen und Stiftungen sowie der politischen Gemeinde Tägerwilen zusammensetzt. Von vier einander unabhängigen Stellen hat die Primarschulgemeinde den Bodenpreis schätzen lassen. «Allesamt waren deutlich über dem jetzigen Kaufpreis», sagte Finanzchef Christian Schwarz.

Mögliche Umzonung gleichzeitig wie Kanton

Schliesslich standen auf dem Preisetikette 7,5 Millionen Franken, weil der Grundstückpreis wegen des letzten Willens von Ruth Müller bereits als Zöba berechnet ist. «Finanziert wird der Betrag aus Fremdkapital, was bei der aktuell günstigen Zinslage jährlich rund 40'000 Franken kostet», sagte Schwarz. Bei einer Bebauung würden jährliche Abschreibungen von rund 230'000 Franken anfallen.

Die Nachbarparzelle gehört seit Jahren dem Kanton, der dort für das Bildungszentrum für Technik für rund zwölf Millionen Franken eine Doppelturnhalle namens Doppeldecker errichten will. «Einen Zeitpunkt für eine Umzonung gibt es nicht», sagte Andreas Wirth. Aktuell spiele die Art der Zone ohnehin keine Rolle, sagte Schwarz. Sollte das Stimmvolk aber im November den Landkauf bachab schicken, würde der Grundstückwert um ein Vielfaches ansteigen. Die jetzige Investition ist laut Wirth eine zukunftsträchtige:

«Für Schulgemeinden ist es wichtig, über genügend Baulandreserven in der öffentlichen Zone zu verfügen.»

Das hätten schon frühere Generationen gemacht. «Und nachfolgende Generationen werden uns auch dafür dankbar sein.»

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