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Ein junger, desorientierter Mann aus Konstanz wird verzweifelt gesucht

Mit Flugblättern suchen Angehörige nach S. aus Konstanz. Der junge Mann ist krank und auf medizinische Hilfe angewiesen. In der Nacht auf Mittwoch soll er in Güttingen übernachtet haben.
Stefan Hilzinger

Seit bald einem Monat sind die Angehörigen von S. aus Konstanz ohne Nachricht. Seine Mutter Daniela Schmid, Journalistin aus dem Bodenseeraum, kann nur dank Kontobewegungen und gelegentlicher Meldungen auf Facebook mühselig nachverfolgen, wo sich der 21-jährige Mann gerade bewegt.

Seit einigen Tagen hängen in Frauenfeld und Umgebung auffällige Vermisst-Plakate. 1000 Stück hat die Familie mit der Hilfe von Bekannten und Freunden in Zürich, Winterthur und im Thurgau verteilt. Seit gestern nun liegt eine Vermisstmeldung des Polizeipräsidiums Konstanz vor, samt Signalement.

Personenbeschreibung

Die Polizei Konstanz beschreibt den vermissten S. wie folgt: hagere Statur; läuft aufrecht und sehr langsam; braune, kurze Haare; etwa 180 cm gross; etwa 65 Kilogramm; spricht hochdeutsch; Narbe auf der Stirn; dunkler Schnauzer und Kinnbart; dürfte einen viereckigen selbstgenähten Rucksack aus Filz mitführen.
Personen, denen der 21-Jährige aufgefallen ist oder die Hinweise zu seinem Aufenthalt geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Konstanz, Telefon 0049-7531-995-0, zu melden oder bei jedem anderen Polizeiposten (Telefon 117). (red)

«Er muss dringend in ein Krankenhaus»

Die Mutter ist seit dem 9. Juli ohne direkte Nachricht von ihrem Sohn, der kein Handy bei sich hat. S. ist zu Fuss und mit dem Zug unterwegs und übernachtet meist im Freien. Gesichert ist, dass S. sich am 28. Juli im Spital Lachen SZ behandeln liess. Er litt offenbar seit längerem unter Durchfall und Fieber und war ohnmächtig. Nach einer Erstversorgung verliess er das Spital wieder, entgegen des ärztlichen Rates, ohne auf eine Diagnose zu warten. Die Mutter weiss davon, weil ihr das Spital den Befund zugestellt hat. «Er muss dringend in ein Krankenhaus, weil er eine lebensbedrohliche Gehirnentzündung hat», sagt Schmid. Sie erwähnt Enzephalitis und Borreliose, Krankheiten, wie sie etwa nach Zeckenbissen auftreten.

Man sollte ihn behutsam anhalten

S. leidet ausserdem unter einer Amnesie, wie auch auf dem Flugblatt vermerkt ist. «Er weiss aber, wer er ist und wo er wohnt. Ich bin froh, wenn er in ein internistisches Spital mit neurologischer Fachabteilung gebracht wird, damit er die erforderliche medizinische Behandlung direkt erhält.» Man solle ihn behutsam behandeln, da er von der Erkrankung nichts wisse. Laut Vermisstmeldung der Konstanzer Polizei kann nicht ausgeschlossen werden, «dass er sich in einer hilflosen Lage befindet und desorientiert ist».

Auch in Frauenfeld wurde er gesichtet

Die Flugblatt-Aktion hat laut der Mutter bereits erste Lichtblicke gebracht. So habe ihr Sohn mit hoher Wahrscheinlichkeit die Nacht auf den vergangenen Mittwoch, 8. August, auf einem Parkgrundstück am See in Güttingen verbracht. Der Besitzer habe einen Mann gesehen, der auf die Beschreibung ihres Sohnes passt.

Auch in Frauenfeld hat er sich möglicherweise schon aufgehalten. «Die Polizei ist einem entsprechenden Hinweis aus der Bevölkerung nachgegangen», sagt Mediensprecher Matthias Graf von der Kantonspolizei Thurgau. Als allerdings die Patrouille an Ort und Stelle eintraf, war der Mann nicht mehr da.

Hinweise hat die Mutter in der Zwischenzeit auch aus Basel und Bern erhalten. In Basel habe sich jemand bei ihr gemeldet, der einen Mann beobachtet hatte, auf den die Beschreibung zutrifft und der in der Nähe des Bahnhofs SBB drei bis vier Stunden am gleichen Fleck stand.

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