Verkehrssicherheit
«Es braucht alle gemeinsam»: Stadt Frauenfeld entschärft stark befahrene Strasse mit neuer Fussgängerschutzinsel

Das städtische Amt für Tiefbau und Verkehr plant eine Fussgängerschutzinsel an der Bahnhofstrasse auf Höhe Gartenlaube. Einen Teil der Kosten übernimmt der Bund als Teil des Agglomerationsprogrammes der zweiten Generation.

Samuel Koch
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Das blaue Auto passiert die Stelle mit den Bodenmarkierungen, wo die neue Fussgängerschutzinsel gebaut wird.

Das blaue Auto passiert die Stelle mit den Bodenmarkierungen, wo die neue Fussgängerschutzinsel gebaut wird.

Bild: Samuel Koch

Täglich bis zu 17'500 Autos rollen über die Bahnhofstrasse zwischen Lindenspitz und Abzweiger Richtung Zürcherstrasse bei der Gartenlaube. Das führt nebst Stau in Stosszeiten auch häufig zu gefährlichen Situationen mit Velofahrern oder Fussgängern. «Der bestehende Fussgängerübergang ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in beide Richtungen für schwächere Fussgänger wie Kinder und ältere Menschen schwer benutzbar und weist Sicherheitsdefizite auf.» Das steht in den aktuellen Mitteilungen des Stadtrates zum Strassenbauprojekt, das der Stadtrat nach der öffentlichen Auflage ohne Einsprachen bewilligt und an den Bund weitergereicht hat.

Denn als Teil des Agglomerationsprogramms (AP) der zweiten Generation übernimmt der Bund maximal 35 Prozent der Gesamtkosten von 720'000 Franken, was 252'000 Franken entspricht. Für Stadt und Kanton bleiben also noch Kosten von 468'000 Franken übrig. Mit seiner neuen Strategie will der Stadtrat Projekte aus den APs 2 und 3 umsetzen, um dereinst für das bevorstehende Grossprojekt zentrumsnahe Stadtentlastung in fünfter Generation möglicherweise wieder Bundesgelder zu erhalten. Stadtrat Andreas Elliker, Vorsteher des Departements für Bau und Verkehr, sagt:

«Wir wollen in Bern zur guten Schülerin werden.»
Andreas Elliker, Departementsvorsteher Bau und Verkehr.

Andreas Elliker, Departementsvorsteher Bau und Verkehr.

Bild: Mathias Frei

Das jetzige Projekt an der Bahnhofstrasse sei genau ein solches, um dieses Ziel zu erreichen. Ebenso gehe es um das zuletzt um das Dauerbrennerthema der Schulwegsicherheit. «Es braucht also alle gemeinsam», ergänzt Elliker.

Verbesserungen auch für Velofahrer und Pendler

Tatsächlich sind vom Strassenbauprojekt mehrere Anspruchsgruppen betroffen. Nebst den Autofahrern und den Fussgängern gibt es auch Veränderungen für Velofahrer und den öffentlichen Verkehr. «Für die Radfahrenden soll mittels separater Einspurstrecke das Abbiegen Richtung Kehlstrasse Nord erleichtert werden», teilt der Stadtrat mit. Und die beiden Postautobushaltestellen Langdorf, die neuerdings behindertengerechtes Ein- und Aussteigen ermöglichen sollen, werden in beiden Richtungen zirka 50 Meter in Richtung Stadtzentrum verschoben.

Die jetzige Bushaltestelle Langdorf verschiebt sich um zirka 50 Meter stadteinwärts.

Die jetzige Bushaltestelle Langdorf verschiebt sich um zirka 50 Meter stadteinwärts.

Bild: Samuel Koch

Der Fussgängerstreifen verschiebt sich ebenfalls westwärts, etwas weniger weit als die Bushaltestellen, die weiterhin mit Bodenmarkierungen versehen sein werden. Die Schutzinsel in der Fahrbahnmitte ist zwei Meter breit, womit die Strassenränder beidseits um zirka einen Meter verschoben werden. Der Landerwerb für das Bauvorhaben konnte mit den betroffenen Grundeigentümern abgeschlossen werden, teilt der Stadtrat weiter mit.