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Verkehrsplaner Julian Baker: «In Frauenfeld herrscht in Sachen Velo eine gute Gesprächskultur»

Eine Veranstaltung der IG Velo Frauenfeld zum neuen städtischen Fuss- und Veloverkehrskonzept stiess am Dienstagabend auf grosses Interesse.
Mathias Frei
Professionelle Velofahrer in Frauenfeld: Tour-de-Suisse-Etappenort im Sommer 2018. (Bild: Andrea Stalder)

Professionelle Velofahrer in Frauenfeld: Tour-de-Suisse-Etappenort im Sommer 2018. (Bild: Andrea Stalder)

Man sehe, dass sich viele Massnahmen in der Umsetzung befänden. «Aber vielleicht ist man noch zu wenig fokussiert.» Das ist das Fazit von Verkehrsplaner Julian Baker, der die Stadt Frauenfeld betreffend Fuss- und Veloverkehrskonzept extern beraten hat. Viel Volk zog am Dienstagabend die Veranstaltung der IG Velo Frauenfeld zum städtischen Fuss- und Veloverkehrskonzept an, die IG war in der Begleitgruppe am Papier beteiligt. Rund 70 Interessierte füllten den Pavillon im Murg-Auen-Park und horchten den Ausführungen der Experten. Nebst Urs Ambühl, der die städtischen Mobilitätsprojekte leitet und so für das neue Konzept verantwortlich zeichnet, waren Baker (Kontextplan AG, Bern) sowie Kathrin Hager, Fachstellenleiterin Langsamverkehr beim Tiefbauamt Thurgau, anwesend.

Kathrin Hager, Leiterin Fachstelle Langsamverkehr beim Tiefbauamt Thurgau. (Bild: Mathias Frei)

Kathrin Hager, Leiterin Fachstelle Langsamverkehr beim Tiefbauamt Thurgau. (Bild: Mathias Frei)

Baker lobte, dass in Frauenfeld Fuss- und Veloverkehr getrennt betrachtet würden – aufgrund der unterschiedlichen Qualitäten der Fortbewegung. Und: «In Sachen Velo herrscht eine gute Gesprächskultur.» Er berichtete von privaten und beruflichen Erfahrungen rund um die Velohauptstadt Bern. Baker wohnt in Köniz. Kürzlich habe das Könizer Parlament für die Veloförderung 1,5 Millionen Franken, verteilt auf fünf Jahre, bewilligt. Das liegt im Rahmen der Frauenfelder Pläne, die bis 2026 jährlich 300'000 bis 400'000 Franken vorsehen. Weil in Köniz die Ortsdurchfahrt eine Tempo-30-Zone sei, sei flächiges Queren möglich. Baker erzählte von der Stadtberner Marketing-Offensive und der «DokTour» in Solothurn, wo Hausärzte Velofahren verschreiben.

Julian Baker, Verkehrsplaner und Projektleiter bei der Kontextplan AG, Bern. (Bild: Mathias Frei)

Julian Baker, Verkehrsplaner und Projektleiter bei der Kontextplan AG, Bern. (Bild: Mathias Frei)

Kathrin Hager vom Kanton stellte die Frage in den Raum, ob im städtischen Raum überall dort, wo kein Velostreifen möglich sei, Tempo 30 angezeigt sei. Wiederum seien Radstreifen ausserorts bei Tempo 80 nicht mehr «state of art». Hager berichtete von aktuellen Herausforderungen, dass der Kanton zwischen Alltags- und Freizeitrouten unterscheidet, sowie über die Wichtigkeit von Velo-Zählstationen. Bis Ende Jahr soll ein Umsetzungsplan für das Alltagsverkehrs-Velonetz stehen. Und mit der Stadt Frauenfeld sei man im Gespräch betreffend einer Zählstelle.

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