Verhandlungen über umstrittenen Twerenbold-Busterminal in Frauenfeld gestalten sich zäh

Die Einsprachen gegen den 30-Millionen-Busterminal im Sonnmatt sind noch nicht vom Tisch. Trotz Verzögerungen und allfälligen Auswirkungen durch die Coronakrise will Twerenbold an seinem Projekt festhalten.

Samuel Koch
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Das Modell zeigt den geplanten Reiseterminal an der Schaffhauserstrasse (Pappelallee) samt Wohnüberbauung.

Das Modell zeigt den geplanten Reiseterminal an der Schaffhauserstrasse (Pappelallee) samt Wohnüberbauung.

Bild: PD

Die Verzögerungen halten an, die Wiese an der Ecke Sonnenhof-/Schaffhauserstrasse liegt weiterhin brach. Gegen den Vorentscheid für den geplanten Busterminal der Reisefirma Twerenbold ist weiterhin eine Einsprache hängig, wie beim Departement für Bau und Umwelt (DBU) zu erfahren ist. Das DBU leitet das Verfahren, weil die Stadt Frauenfeld als Partei direkt im Geschäft involviert ist.

Nach Augenschein läuft Einigungsverhandlung

Die Reisefirma Twerenbold lässt sich von den Verzögerungen und möglichen Auswirkungen durch die Coronakrise nicht von ihrem Weg abbringen. Sie hält weiterhin an ihren Plänen fest, im Frauenfelder Sonnmatt-Quartier einen Busterminal mit Car-Einstellhalle und Wohnüberbauung für 30 Millionen Franken zu errichten. Twerenbold-Mediensprecher Reto Wilhelm teilt mit:

«Die Arbeiten für den geplanten Busterminal in Frauenfeld laufen seitens Bauherrschaft regulär und fahrplanmässig weiter.»

Noch lägen der Bauherrin aber nicht sämtliche Antworten zu den Einsprachen vor. Das Geschäft ist noch pendent, wie DBU-Generalsekretär Marco Sacchetti auf Anfrage bestätigt. «Nach dem Augenschein vor Ort finden jetzt Einigungsverhandlungen statt», sagt er.

Marco Sacchetti, Generalsekretär DBU.

Marco Sacchetti, Generalsekretär DBU.

Bild: Donato Caspari

Zum Inhalt des Einspracheverfahrens kann sich Sacchetti weiterhin nicht äussern. Schon länger bekannt ist, dass es sich bei den Einsprachen um Themen wie Gebäudevolumen, Erschliessung oder Verkehrssicherheit geht. Wann eine Einigung vorliegt und der Weg frei ist für das eigentliche Baugesuch für die Twerenbold-Überbauung, ist derzeit noch nicht absehbar.

Geld fliesst erst bei definitiver Baubewilligung

Bis zu einer allfälligen Baubewilligung des Stadtrates befindet sich das rund 9500 Quadratmeter grosse Grundstück weiterhin im Eigentum der Stadt Frauenfeld. Im Februar 2019 hiessen die Stimmberechtigten dem Landverkauf für 5,7 Millionen Franken mit einer 55-Prozent-Mehrheit (4053 Ja- gegenüber 3256 Nein-Stimmen).

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