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Verein will die Thurgauer Kraftgegend
Seerücken-Untersee zum Leben erwecken

Ein neuer Verein will die bislang unterschätzte Marke Seerücken-Untersee ganzheitlich stärken. Ein Standbein ist die Kraftgegend-Vorteilskarte.
Mathias Frei
Vogelperspektive über dem Seerücken und dem Untersee. (Bild: PD)

Vogelperspektive über dem Seerücken und dem Untersee. (Bild: PD)

«Wir haben gar nicht gewusst, dass es hier so schön ist.» Das hört Roman Ochsner von Gästen des Lipperswiler Wellnesshotels Golfpanorama immer wieder. «Da muss man eben selber aktiv werden, da braucht es Macher», sagt Ochsner, ehemaliger Schweinezüchter, der umgesattelt ist auf Hotellerie, Gastronomie und Golfsport.

Gründungversammlung am 30. Oktober

Als Präsident für den Verein Kraftgegend Seerücken-Untersee stellt sich Roland Werner zur Verfügung. Vorgesehen ist, dass im Vorstand Roman Ochsner, Martin Farner (Unternehmer, ehemaliger Gemeindepräsident Stammheim), Martin Huber (Direktor BBZ Arenenberg) sowie der in Fruthwilen wohnhafte Metzger Markus Würmli Einsitz nehmen. Weiter sollen je zwei Vertreter aus den Bereichen Gemeinden, Industrie/Gewerbe, Tourismus/Gastronomie sowie Spezialitäten/landwirtschaftliche Produkte Einsitz nehmen. Für den Standort der Geschäftsstelle des Vereins ist das BBZ Arenenberg vorgesehen. Wie diese Geschäftsstelle personell dotiert ist, steht noch nicht fest. Die öffentliche Vereinsgründung findet am Mittwoch, 30. Oktober, um 19.30 Uhr im Golfclub Lipperswil statt. (ma)

www.kraftgegend.ch

Und es haben sich drei Macher gefunden, die sich für die Kraftgegend Seerücken-Untersee einsetzen. Das sind Roman Ochsner selber, der Frauenfelder Markenexperte Thomas Harder und Roland Werner, lange einflussreichster Thurgauer Milchbauer.

Kraftgegend-Macher: Projektleiter Thomas Harder, Initiant Roman Ochsner und Vereinspräsident Roland Werner. (Bild: Donato Caspari)

Kraftgegend-Macher: Projektleiter Thomas Harder, Initiant Roman Ochsner und Vereinspräsident Roland Werner. (Bild: Donato Caspari)

«Wir wollen die Kraftgegend Seerücken-Untersee vitalisieren, bekannter machen und in Wert setzen.»

Das sagt Projektleiter Thomas Harder. Während fast zweier Jahre hat ein Team hierfür gearbeitet. Am Montagvormittag war die Präsentation im Golfclub Lipperswil. In einer guten Woche geht eben dort auch die öffentliche Gründung des Vereins Kraftgegend Seerücken-Untersee über die Bühne.

Eine Region von Schlatt bis nach Kreuzlingen

Ein Interview mit Thomas Harder unter dem Titel «Die eigene Sauce vom Seerücken» in der «Thurgauer Zeitung» brachte Harder und Ochsner zusammen. Heute ist für die beiden klar:

«Der Seerücken und der Untersee gehören zusammen. Das ist eine einzigartige Kombination.»

Sie führten mit über 50 Personen, «die diesen Raum ausmachen», Gespräche. Sie liessen ihre Idee einer Kraftgegend bei über 100 Personen vernehmlassen, tauschten sich mit Gemeindebehörden aus und erhielten nun zuletzt auch vom Regierungsrat Unterstützung zugesichert. Nun steht die Kraftgegend, sie ist mit Stammheim und Stein am Rhein kantonsübergreifend, erstreckt sich vom Untersee bis ins Thurtal, von Kreuzlingen bis Schlatt mit über 72000 Einwohnern.

Projektleiter Thomas Harder. (Bild: Donato Caspari)

Projektleiter Thomas Harder. (Bild: Donato Caspari)

Diese vielschichtige Landschaft strahle Ursprünglichkeit aus, sie sei etwas abgelegen, ein Rückzugs- und Erholungsort, sagt Harder. «Das ist eine Qualität.» In der Kraftgegend gebe es viel Schöpferisches. Und wie Harder sagt:

«Gross genug für Potenz, klein genug für Agilität.»

Aufgrund dieser Vorbedingungen setzt der Verein auf ein Netzwerk mit drei Säulen: Das Label, das verbindet und markiert, die Kraftgegend-Vorteilskarte, die für Anbieter und Nutzer Wertschöpfung erzeugen soll, und zum Schluss die Webseite als Drehscheibe.

Zum Beispiel ein Dessert in einem Restaurant

Die Marke ist ein qualifiziertes Herkunftslabel. Das heisst: Nebst dem geografischen Raum müssen weitere Kriterien erfüllt werden, angesprochen sind alle, von der Ernährungswirtschaft über das Museum bis zu Hotellerie und Industrie.

«Ein Label, das starke Herkunft mit Profil transportiert.»

Die Kraftgegend-Karte soll für eine positive Wechselwirkung zwischen Anbietern und Nutzern sorgen. «Mit der Karte könnte man zum Beispiel von einem Gratis-Kraftgegend-Dessert in einem angeschlossenen Restaurant profitieren», sagt Harder. Diese Vorzüge sind derzeit noch nicht definiert. Im Frühling 2020 soll der Startschuss dazu erfolgen.

Initiant Roman Ochsner. (Bild: Donato Caspari)

Initiant Roman Ochsner. (Bild: Donato Caspari)

Mitglied kann jede und jeder werden, von hier und von ausserhalb: Private, Firmen und auch Gemeinden. Wer die Marke nutzen will, bezahlt eine Lizenzgebühr. Aktuell haben sich für die Gründungsversammlung schon 50 Personen und Institutionen wie Gemeinden und Firmen angemeldet.

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