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Verdacht auf Veruntreuung von Steuergeldern: Bekannte Thurgauer Pädophilen-Expertin angezeigt

Die bekannte Thurgauer Psychologin Monika Egli-Alge soll Steuergelder veruntreut haben. Mitarbeitende haben sie bei der Staatsanwaltschaft Bischofszell angezeigt – wegen Insolvenzverschleppung und Verdacht auf Veruntreuung. Das berichtet der «Beobachter».
Die Psychologin Monika Egli-Alge ist im Kanton Thurgau eine bekannte Persönlichkeit. (Bild: Reto Martin)

Die Psychologin Monika Egli-Alge ist im Kanton Thurgau eine bekannte Persönlichkeit. (Bild: Reto Martin)

(pd/sda) Eglis Firma Phoenix Wohnen GmbH steht offenbar kurz vor dem Konkurs. Sie betreibt im Thurgau zwei Wohnheime für schwer erziehbare Jugendliche. Wie lange noch, ist offen. Anfang März hat die bekannte Pädophilen-Expertin allen Wohnheim-Angestellten in Weinfelden und Müllheim gekündigt. Die Zukunft der zwölf Jugendlichen ist ungewiss. Die Institution erhält für deren Betreuung monatlich rund 120'000 Franken von Fürsorgestellen.

Wie der «Beobachter» in einer Medienmitteilung schreibt, liegen dem Magazin Dokumente vor, welche die Zweifel an einer sauberen Buchführung nähren. So etwa gehe aus einer Lohnliste von 2015 hervor, dass Egli-Alge 86'000 Franken an ihre beiden Söhne überweisen liess, obwohl sie keine Leistungen für die Phoenix Wohnen GmbH erbracht hätten. Dies sollen mehrere Angestellte bestätigen.

Zudem soll ein Mitglied der Geschäftsleitung des Forensischen Instituts Ostschweiz und dessen Sekretariatsmitarbeiter gemäss den Unterlagen 129'000 Franken Lohn von Phoenix Wohnen erhalten haben, so der «Beobachter». Für welche Leistungen, sei den Angestellten schleierhaft.

Verein will Heim weiterführen

Heimleiterin, Jacqueline Romann, bestätigte gegenüber Keystone-SDA die Lohn-Ausstände. Die meisten der 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten den 13. Monatslohn nicht bekommen, auch die Februar-Löhne seien nicht bezahlt worden. Am vergangenen Freitag hätten alle die Kündigung erhalten, trotzdem arbeiteten die Angestellten weiter. «Wir können die Jugendlichen jetzt nicht im Stich lassen», wird Romann im «Beobachter» zitiert.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen die beiden sozialpädagogischen Wohngemeinschaften in Weinfelden oder Müllheim mit insgesamt zwölf Plätzen und das selbständige Wohnen mit drei Plätzen unbedingt weiterführen. «Für die stark belasteten Jugendlichen, die teilweise seit Jahren bei uns sind, wäre die Schliessung eine Katastrophe», sagt Romann.

Es sei bereits ein Trägerverein gegründet worden. Dieser verfüge über die nötige Bewilligung. «Wir können aber erst starten, wenn die Phoenix Wohnheim GmbH die ausstehenden Löhne und Sozialversicherungsabgaben beglichen oder Konkurs angemeldet hat», sagt Romann. Denn sonst würden die Schulden der GmbH an den neuen Verein übergehen.

Beschuldigte weist Anschuldigungen zurück

Monika Egli-Alge wehrte sich vehement gegen die Vorwürfe der Veruntreuung von Steuergeldern. An einer Medienorientierung in Weinfelden bestätigte Egli-Alge aber, dass teilweise Löhne nicht rechtzeitig bezahlt worden seien. Weil Rechnungen zu spät verschickt worden seien, sei es zu einem Liquiditätsengpass gekommen. Sie wisse nicht, wie es mit dem Heim nun weitergehe und ob es zu einem Konkurs der Phoenix Wohnen GmbH komme. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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