«Verbessert Situation für Gewerbetreibende in der Innenstadt in keiner Art und Weise»: Sorgen um öffentliche Parkplätze im Frauenfelder Zentrum

Ein Vorstoss im Gemeinderat verlangt Details über öffentliche Parkplätze in der Innenstadt. Demnach verschwinden zuletzt zu viele öffentliche Parkplätze ohne Gegenmassnahmen für den Motorisierten Individualverkehr.

Samuel Koch
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Auf dem Oberen Mätteli parkieren tagtäglich Dutzende Autofahrer.

Auf dem Oberen Mätteli parkieren tagtäglich Dutzende Autofahrer.

Bild: Donato Caspari,
4. Dezember 2018

Frauenfeld Sie verschwinden laufend und stillschweigend, die öffentlichen Parkplätze in der Frauenfelder Innenstadt. So schreibt es SVP-Gemeinderat Romeo Küng in seiner Einfachen Anfrage «Ohne Parkplätze keine Kunden, ohne Kunden keine Gewerbetreibende, ohne Gewerbetreibende keine belebte Innenstadt», die er kürzlich eingereicht hat.

Existenzprobleme für Gewerbetreibende?

Romeo Küng Gemeinderat SVP und Vorstösser

Romeo Küng Gemeinderat SVP und Vorstösser

Bild: PD

Als Beispiele führt er die Promenade-, die Zürcher- oder die Grabenstrasse an. Der Parkplatz auf dem Oberen Mätteli müsste dem Projekt «Markt Thurgau» weichen, wozu sich die Stadt für einen 40-Millionen-Beitrag aus dem Ideenwettbewerb der Thurgauer Kantonalbank bewirbt. Küng teilt mit:

«Ein weiterer Parkplatzabbau folgt mit dem Kulturpavillon auf dem Unteren Mätteli.»

Ohne Parkplätze würden Gewerbetreibende entgegen der Meinung der Stadt noch viel grössere Existenzprobleme bekommen, wie die überparteiliche Petition «Begegnungszone Freiestrasse» aus den bürgerlichen Reihen beweise. Küng ist der festen Überzeugung, dass die vorgeschlagenen Massnahmen im Projekt «Miteinander Frauenfeld gestalten» (MFG) die Probleme der Gewerbetreibenden in der Innenstadt «in keiner Art und Weise verbessern».

Deshalb verlangt Küng vom Stadtrat Antworten auf die Frage, wie viele öffentliche Parkplätze in den vergangenen zehn Jahren ersatzlos aufgehoben worden sind. Er will wissen, ob mit dem Projekt MFG eine verkehrsfreie Innenstadt angestrebt werde und warum damit die Anliegen der Petition unbeachtet bleiben würden. Des Weiteren fragt Küng, ob für das Verschwinden der Parkplätze auf dem Mätteli zentrumsnaher Ersatz geplant ist. «Wo stehen bei grösseren Anlässen genügend Parkplätze zur Verfügung, insbesondere wenn der Marktplatz zum Beispiel durch Schausteller besetzt ist?», fragt Küng.

Einkaufstourismus in Quartieren und Nachbarsgemeinden?

Weiter würden Quartierbewohner und Einwohner der umliegenden Gemeinden benachteiligt. Er befürchtet deshalb, dass es dort zu Einkaufstourismus kommt. Zudem ersucht er den Stadtrat, den Gemeinderat über die Details zu informieren.

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