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Interview

Veränderungen im Thurgauer Tourismus: «Zusammenarbeit in der Ostschweiz ist unbedingt angesagt»

Im Thurgau werden zurzeit die Tourismusstrukturen überprüft. Gemäss Regierungsrat Walter Schönholzer muss der Kanton selbstbewusst auftreten und nach aussen strahlen. Künftig sei auch eine Zusammenarbeit in der Ostschweiz nötig.
Larissa Flammer
Der Thurgau hat auch im Herbst zumindest optisch viel zu bieten. Im Bild der morgendliche Blick über Hagenwil. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Der Thurgau hat auch im Herbst zumindest optisch viel zu bieten. Im Bild der morgendliche Blick über Hagenwil. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Vor einigen Tagen sagte der St.Galler Regierungsrat Bruno Damann gegenüber dem «St.Galler Tagblatt», dass der Thurgau nun doch Interesse signalisiere, beim Tourismusrat mitzutun. Dieser wird ab dem neuen Jahr tätig sein und bildet ein Oberdach über die vier Tourismusorganisationen im Kanton St.Gallen. Dadurch soll die Zusammenarbeit verbessert werden. Der Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer nimmt Stellung zu diesen Plänen.

Regierungsrat Walter Schönholzer. (Bild: Andrea Stalder)

Regierungsrat Walter Schönholzer. (Bild: Andrea Stalder)

Walter Schönholzer, arbeitet der Thurgau im Bereich Tourismus bald mit St.Gallen zusammen?

Ich habe signalisiert, dass der Thurgau an einer Zusammenarbeit in der Ostschweiz interessiert ist. Allerdings habe ich nicht definiert, ob das im Rahmen des Tourismusrats sein wird.

Was versprechen Sie sich von einer Zusammenarbeit?

Wir dürfen schon froh sein, wenn sich ein Tourist für die Schweiz interessiert und ganz zufällig auch noch in die Ostschweiz kommt. Das ist die Realität. Ich bin überzeugt, wir müssen zusammenarbeiten und uns darauf fokussieren, dass Gäste überhaupt in die Ostschweiz kommen.

Dann will man ausländische Touristen besser ansprechen?

Diesen Sommer war es ganz frappant, wie viele Touristen es auf der deutschen Seite des Bodensees hatte. Das waren vor allem Deutsche. Da frage ich mich, wieso kommen all diese Gäste nicht mindestens für einen Tag über den See? Der Ausblick auf unser Ufer mit den Bergen im Hintergrund ist nämlich wunderschön und müsste doch das Verlangen wecken, über den See zu fahren.

Der Sonnenaufgang am Bodenseeufer in Arbon. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Der Sonnenaufgang am Bodenseeufer in Arbon. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Und wie sieht es mit inländischen Touristen aus?

Wir schaffen es noch viel zu wenig, dass die Schweizer hierher kommen. Deshalb planen wir ganz bewusst unseren Auftritt am Fête des Vignerons. Denn heute kommt kaum ein Westschweizer auf die Idee, in der Ostschweiz Ferien zu machen.

Bruno Damann sagte auch, dass der Thurgau derzeit seine Tourismusstrukturen überprüft. Was tut sich da?

Wir überprüfen derzeit, ob es noch zeitgemäss ist, dass mehrere Städte und Gemeinden ein eigenes Tourismusbüro haben oder ob man das professionalisieren kann. Ich bin überzeugt, wir müssen nach aussen strahlen und selbstbewusst auftreten. Im Thurgau gibt es fantastische Angebote für Tagungen, oder auch für Wellness oder Rehabilitation. Und wir haben unsere Velowege. Aber den Thurgau als Region kennt man doch zu wenig.

Können Sie das erklären?

Ich freue mich zum Beispiel wahnsinnig auf das Reka-Dorf: ein Angebot für Familien. Oder es wäre nur schon toll, wenn ein neues Hotel eröffnen würde. Die Leute denken sich dann: «Ah, da muss ich mal hin». So könnte sich eine Spirale ins Positive entwickeln, statt immer anders herum.

Wie könnte denn nun eine Zusammenarbeit mit den Tourismusorganisationen in St.Gallen aussehen?

Das werden wir überprüfen. Eine Zusammenarbeit ist unbedingt angesagt, es muss aber nicht in erster Linie ein Beitritt zu einer neuen Organisation sein. Wir überprüfen nun unsere Strukturen und auch St.Gallen hat seine Hausaufgaben zu erledigen. Bitte vergessen wir auch nicht das Appenzellerland – es ist DIE Tourismus-Marke. Jede Tourismus-Region sollte seine Stärke erkennen und aus dieser heraus sagen: Wenn wir zusammenarbeiten, sind wir noch stärker. Solange jede Region serbelt, ist eine Zusammenarbeit nicht zielführend. Sie muss aber das Fernziel sein.

Eine der Thurgauer Stärken im Tourismus: Die Landschaft mit den blühenden Bäumen. (Bild: Andrea Stalder)

Eine der Thurgauer Stärken im Tourismus: Die Landschaft mit den blühenden Bäumen. (Bild: Andrea Stalder)

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