Urnenabstimmung: Sirnacher Projekt «Spange Hofen Plus» benötigt Zusatzkredit

Der Sirnacher Gemeinderat hat Anpassungen am Projekt «Spange Hofen Plus» vorgenommen. Dadurch wird ein Zusatzkredit nötig, über den die Sirnacher Stimmbürger am 10. November befinden.

Roman Scherrer
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Der provisorische Kreisel am Knoten Winterthurerstrasse/Q20 wird mit der Umgestaltung der Winterthurerstrasse nun doch durch einen grösseren Kreisel ersetzt. (Bild: Roman Scherrer)

Der provisorische Kreisel am Knoten Winterthurerstrasse/Q20 wird mit der Umgestaltung der Winterthurerstrasse nun doch durch einen grösseren Kreisel ersetzt. (Bild: Roman Scherrer)

Die Bauarbeiten sind auf Kurs. In ein paar Monaten soll die Sirnacher Umfahrungsstrasse Spange Hofen realisiert sein. «Es ist vorgesehen, dass sie in der ersten Jahreshälfte 2020 dem Verkehr übergeben werden kann», sagt Sirnachs Gemeindepräsident Kurt Baumann.

Ist die Umfahrung eröffnet, können die Bauarbeiten für die damit zusammenhängenden Teilprojekte, die Umgestaltungen der Oberhofen- und der Winterthurerstrasse, begonnen werden. Für das Massnahmenpaket unter dem Projektnamen «Spange Hofen Plus» haben die Sirnacher Stimmbürger im Oktober 2015 einem Kredit von knapp 3,4 Millionen Franken deutlich zugestimmt. Am 10. November kommt das Projekt erneut an die Urne, genauer: ein Zusatzkredit für die beiden Teilprojekte.

Nun doch mit Kreisel

«Der Gemeinderat hat nun die Detailplanung der Teilprojekte abgeschlossen», erklärt Kurt Baumann. Im Planungsprozess habe sich die Behörde intensiv mit dem Knoten Winterthurerstrasse/Q20 auseinandergesetzt.

Kurt BaumannGemeindepräsident Sirnach

Kurt Baumann
Gemeindepräsident Sirnach

An dieser Stelle ist ursprünglich eine sogenannte T-Kreuzung vorgesehen gewesen. Dadurch wäre der provisorische Kreisel aufgehoben worden und die Winterthurerstrasse hätte vom Ortszentrum direkt auf den Autobahnzubringer Q20 geführt. Wer von Hofen her – von der künftigen Tempo-30-Zone – Richtung Zentrum unterwegs gewesen wäre, hätte beim Knoten keinen Vortritt gehabt.

«Wir haben beim Tiefbauamt beantragt, es solle prüfen, ob ein Kreisel an diesem Knoten nicht besser wäre», sagt Baumann.

«Die Prüfung hat ergeben: Ein Kreisel ist machbar und sinnvoll.»

Der neu geplante Kreisel wird einen deutlich grösseren Radius haben als das heutige Provisorium. Dies sei nur möglich, weil der Kanton eine an das Provisorium grenzende Parzelle erwerben konnte, auf der 2010 ein Mehrfamilienhaus abgebrannt ist.

Der neu geplante Kreisel am Knoten Winterthurerstrasse/Q20. (Grafik: PD/Gemeinde Sirnach)

Der neu geplante Kreisel am Knoten Winterthurerstrasse/Q20. (Grafik: PD/Gemeinde Sirnach)

Eine weitere Änderung betrifft den Knoten Winterthurerstrasse/Rosenbergstrasse. Hier soll eine Lichtsignalanlage mit einer sogenannten Busbeschleunigung installiert werden, die gewährleistet, dass das Lichtsignal jeweils für den Linienbus auf Grün schaltet. «Verkehrsberechnungen haben gezeigt, dass dies für den Fahrplan sinnvoll ist», erklärt Kurt Baumann.

Bereits vor der Detailplanung war vorgesehen, die Winterthurerstrasse im Ortsteil Hofen in eine Art Begegnungszone mit Tempo 30 umzugestalten. Laut der Detailplanung soll entlang der Strasse eine zusätzliche Begrünung für einen solchen Charakter sorgen. «Wie es unser Masterplan vorsieht», ergänzt Baumann.

Kosten noch nicht kommuniziert

Die Kosten dieser Projektänderungen kommuniziert der Gemeinderat derzeit noch nicht. Kurt Baumann sagt:

«Die Höhe des Zusatzkredits und dessen Zusammensetzung wird in der Abstimmungsbotschaft ersichtlich sein.»

Klar ist: Die zusätzlichen Kosten überschreiten die Kompetenz des Gemeinderats – bis zehn Prozent des bereits bewilligten Kredits –, weshalb er überhaupt einen Zusatzkredit bewilligen lassen muss.

Die Gemeindebehörde veranstaltet am Abend des 23. Oktober einen Anlass, an dem sie detailliert über die Abstimmung informieren will. Bereits zuvor – und bevor Stimmrechtsausweise und Stimmzettel versendet werden – sollen die Abstimmungsbotschaften in alle Haushalte zugestellt werden.