Urnenabstimmung
Klares Ja: Das Budget von politisch Hüttlingen rechnet mit einem weiterhin sinkendem Steuerertrag

Über zwölf Vorlagen mussten die Stimmbürger am Sonntag an der Urne befinden. Und zwölfmal sagten sie Ja. Nebst Budget und Steuerfuss standen unter anderem mehrere Nachtragskredite, zwei Einbürgerungen und vier Gebührentarife zur Abstimmung.

Mathias Frei
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Luftbild von Hüttlingen-Mettendorf.

Luftbild von Hüttlingen-Mettendorf.

Bild: Donato Caspari

Schon am dritten Tag des neuen Jahres hatten die Hüttlingerinnen und Hüttlinger über eine Vielzahl von Geschäften zu befinden. Statt der traditionellen Bechtelisgemeinde führte der Gemeinderat pandemiebedingt aber, wie andernorts auch, eine Urnenabstimmung durch. Die Stimmbeteiligung lag bei 35,2 Prozent.

Das Budget von politisch Hüttlingen kam auf einen Jastimmen-Anteil von 83 Prozent. Den gleichbleibenden Steuerfuss genehmigten fast 96 Prozent der aktiven Stimmbürger. Die Erfolgsrechnung sieht bei einem Aufwand von 3,01 Millionen Franken ein Minus von gut 114'000 Franken vor. Das Defizit geht zu Lasten des Eigenkapitals. Es sind Nettoinvestitionen von 313'000 Franken geplant. Das Vorjahresbudget hatte mit einem fast identischen Aufwand und einem um 10'000 Franken tieferen Minus gerechnet.

Gemeindepräsident Florian Ibig an der Bechteligemeinde 2020 in Hüttlingen.

Gemeindepräsident Florian Ibig an der Bechteligemeinde 2020 in Hüttlingen.

Bild: Reto Martin

«Aufgrund der ausserordentlichen Lage im Jahr 2020 wird auch im Budget 2021 vorsichtshalber mit tieferen Steuereinnahmen gerechnet.» Das schreibt der Gemeinderat in der Botschaft. Der Fiskal-Nettoertrag liegt im Voranschlag 2021 bei 705'000 Franken. Das sind 100'000 Franken weniger als im Vorjahresbudget. Dafür erwartet die Gemeinde fast 40'000 Franken mehr aus dem kantonalen Finanzausgleich, nämlich knapp 260'000 Franken. In der Gesundheit steigen die Kosten um 15'000 Franken, die soziale Sicherheit kostet dafür fast 40'000 Franken weniger.

Strom: Ja zu intelligenten Zähleranlagen

65 Prozent der Stimmbürger sagten Ja zu einem Kredit über 188'000 Franken für die Beschaffung und den flächendeckenden Einbau von Smart-Metern. Bis ins Jahr 2027 müssten alle Elektrizitätswerke auf Smart-Metering umgestellt haben. Der Gemeinderat schreibt:

«Das EW möchte bereits jetzt aufrüsten und die Haushalte mit intelligenten Zählern ausstatten.»

Nebst den Einbürgerungen einer Schweizerin und einer Deutschen – beide haben nun das Gemeindebürgerrecht – standen auch diverse Nachtragskredite und Gebührentarife zur Abstimmung. Die Nachtragskredite kamen mit minimal 65 Prozent Ja-Stimmen-Anteil durch. Die Gebührentarife genehmigten bis zu 97 Prozent der aktiven Stimmbürger. Im Wasser, Abwasser und in der Entsorgung zahlt man genau gleich viel wie vergangenes Jahr. Der Strom wird 2021 minim günstiger.