Urnenabstimmung
«Ich muss mich noch schlau machen, wie es nun weitergeht»: In Berlingen kommt es bei einem Kreditbegehren zur Pattsituation

116 Stimmberechtigte haben sich am Sonntag für einen Kredit über 90'000 Franken ausgesprochen - genau so viele dagegen. Für den Betrag hätte das Sitzungszimmer im Berlinger Gemeindehaus umgebaut werden sollen.

Rahel Haag
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Das Sitzungszimmer im Berlinger Gemeindehaus bleibt vorerst wie es ist.

Das Sitzungszimmer im Berlinger Gemeindehaus bleibt vorerst wie es ist.

Bild: Andrea Stalder

«Es ist ein spezielles Ergebnis», sagt Berlingens Gemeindepräsident Ueli Oswald. Am Sonntag gab es an der Urne eine Pattsituation: 116 Stimmberechtigte sprachen sich für die Genehmigung des Kredits über 90'000 Franken für den Umbau des Sitzungszimmers im Gemeindehaus aus und ebenso viele dagegen. De facto sei das weder ein Ja noch ein Nein, sagt Oswald.

«Ich muss mich noch schlau machen, wie es nun weitergeht.»
Ueli Oswald, Gemeindepräsident.

Ueli Oswald, Gemeindepräsident.

Bild: Donato Caspari

Bereits am Montag werde das Ergebnis im Gemeinderat besprochen.

Für den Betrag hätte das Sitzungszimmer im Gemeindehaus um das angrenzende Büro – und damit um zwei Drittel –vergrössert werden sollen. «Aktuell sind die Platzverhältnisse viel zu eng», war in der Botschaft zu lesen. Nach Ausbruch der Pandemie habe der Gemeinderat seine Sitzungen deshalb ins Foyer der Unterseehalle verlegt. Weiter wäre vorgesehen gewesen, eine einfache Teeküche im Sitzungszimmer einzubauen und das fehlende WC auf diesem Stockwerk nachzurüsten.

Ja zur Erhöhung des Trinkwasserpreises

Die weiteren Vorlagen wurden allesamt angenommen. Darunter das Budget 2021, das bei Gesamtausgaben von rund 5,5 Millionen Franken mit einem Verlust von rund 42'000 Franken rechnet. Oswald sagt:

«Ich werte das als schönes Zeichen der Unterstützung.»

Froh sei er vor allem auch darüber, dass die Erhöhung des Trinkwasserpreises gutgeheissen worden ist. Dieser beträgt rückwirkend per 1. Januar statt 2 neu 2,50 Franken pro Kubikmeter.

Des Weiteren haben die Stimmberechtigten vier Kredite in Gesamthöhe von 1,34 Millionen Franken gutgeheissen. Das Geld wird unter anderem für die Sanierung und Nachrüstung im Seewasserwerk sowie die Sanierung der Wasserleitungen in der Wiesli- beziehungsweise Haldenstrasse eingesetzt, die darüber hinaus auch einen neuen Belag erhalten.