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Die Gemeinde Sirnach will ihre Zukunft gestalten und bezieht ihre Bewohnerinnen und Bewohner mit ein

Sirnach ist Pilotgemeinde in der Entwicklung eines Masterplans für die räumliche Gestaltung. Ende Monat ist die Bevölkerung gefragt.
Olaf Kühne
Das Sirnacher Quartier Murgau zeigt, wie die Gemeinde nach wie vor ins Grüne wächst. (Bild: Olaf Kühne)

Das Sirnacher Quartier Murgau zeigt, wie die Gemeinde nach wie vor ins Grüne wächst. (Bild: Olaf Kühne)

Kafi und Gipfeli winken. Dies soll indes nicht der einzige Anreiz sein, sich Ende Monat einzubringen. Die Gemeinde Sirnach lädt ihre Einwohnerinnen und Einwohner zu einem Workshop betreffend den «Masterplan Sirnach» ein. Dabei soll es um nicht weniger gehen, als «sich im Sinne der Mitwirkung aktiv mit Gestaltungsideen an der Entwicklung zu beteiligen», wie es der Gemeinderat in seiner Einladung formuliert. Sprich, es geht um die Zukunft der Gemeinde.

Nicht genau definiert

«Der Begriff des Masterplans ist in der planerischen Praxis bekannt, jedoch nicht eindeutig definiert», schreibt der Sirnacher Gemeinderat in seiner Einladung zum Masterplan-Workshop (siehe Haupttext). Im Falle Sirnachs bilde er eine wichtige Ergänzung zum bekannten und bestehenden Instrumentarium aus Richtplan und Zonenplan. In einer «ortsbaulichen Gesamtschau» würden im Masterplan die planerischen Ebenen wie Siedlung, Verkehr, Landschaft, aber auch spezifische Aspekte aus der Geschichte wie auch zukünftige Entwicklungspotenziale zusammengeführt. (red/kuo)

Und die ist in Form des sogenannten Masterplanes schon länger Thema in der Gemeinde. Ist doch Sirnach Modellgemeinde des Kantons Thurgau, soll also mit seiner Planung dereinst anderen Gemeinden als Referenz dienen.

Geringes Interesse an erstem Infoanlass

Trotz der Bedeutung dieses Vorhabens: Zu einer ersten Informationsveranstaltung im vergangenen September fanden sich gerade mal rund 20 Personen ein. Ob es an der noch abstrakten Materie lag oder daran, dass damals gleichzeitig im Dreitannensaal das Absenden des kantonalen Schützenfestes stattfand, und der Infoanlass zum Masterplan deshalb nach Busswil ausweichen musste, sei dahingestellt.

Vom kommenden Workshop erhofft sich der Gemeinderat jedenfalls eine regere Beteiligung. In den aktuellen Gemeindenachrichten rührt die Behörde prominent die Werbetrommel und schreibt: «Wesentlich zum Gelingen des Masterplans trägt die aktive Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner Sirnachs bei.»

«Wir haben festgestellt, dass ein Instrument von übergeordneter Sichtweise fehlt, sozusagen der Helikopterblick.»

Kurt BaumannGemeindepräsidentSirnach

Kurt Baumann
Gemeindepräsident
Sirnach

Der Masterplan soll dem Gemeinderat dereinst als behördenverbindliches Leitbild dienen. Zwar existieren – quasi untergeordnet – bereits Richt- und Zonenpläne, welche das Bauliche vorgeben. «Wir haben aber festgestellt, dass ein Instrument von übergeordneter Sichtweise fehlt, sozusagen der Helikopterblick», sagte Gemeindepräsident Kurt Baumann bereits vergangenes Jahr gegenüber unserer Zeitung. Der Masterplan soll künftig diesen Blick ermöglichen. Er analysiert beispielsweise die Struktur der Gemeinde, führt auf, wo welche Art von Bauten zu finden ist, und berücksichtigt dabei die Verkehrsführung sowie die historische Raumentwicklung. Zudem zeigt der Plan, welches Entwicklungspotenzial für die einzelnen Sirnacher Quartiere und Ortsteile besteht.

Das vorgesehene Ideal eines Dorfbilds wird dabei in sogenannten Szenenbildern gezeigt, also modellhaften Darstellungen, wie ein Quartier künftig aussehen könnte.

«Sirnach liegt im urbanen Raum, hat als regionales Zentrum eine gute Grösse, ist aber keine Stadt und hat auch sehr ländliche Gebiete.»

Freie Hand haben die Gemeinde und ihre Bewohner dabei indes nicht. Entstand das nun laufende Projekt doch aufgrund des neuen Raumplanungsgesetzes des Bundes. Eine der Prämissen darin lautet «verdichtetes Bauen». Hinzu kommt, dass auch der kantonale Richtplan den Gemeinden Vorgaben macht.

Der Kanton blickt denn auch auf die Hinterthurgauer Gemeinde. «Sirnach liegt im urbanen Raum, hat als regionales Zentrum eine gute Grösse, ist aber keine Stadt und hat auch sehr ländliche Gebiete», sagte die zuständige Regierungsrätin Carmen Haag im vergangenen Herbst. «Das macht die Gemeinde als Pilotprojekt interessant.»

Hinweis
Workshop «Masterplan Sirnach», Samstag, 31. August, 8.30-11.30 Uhr, Gemeindezentrum Dreitannen

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