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Kandidaten für das Fischinger Gemeindepräsidium haben ganz unterschiedliche Erfahrungen

René Bosshart und Arthur Schneider kandidieren für das Fischinger Gemeindepräsidium. Sie präsentierten sich am Dienstagabend ihren Wählern. Eine Blösse gab sich dabei keiner der beiden.
Olaf Kühne
Der 46-jährige René Bosshart wohnt seit zwanzig Jahren in Fischingen und ist amtierender Gemeinderat.
Der 54-jährige Arthur Schneider ist in Fischingen aufgewachsen und wohnt derzeit noch in Tägerschen. (Bild: Bilder: Olaf Kühne)
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Unterschiedliche Erfahrungen

Wer ein Duell im Wortsinn erwartet hatte, wurde enttäuscht. Alle anderen erhielten am Podium der Findungskommission einen guten Eindruck von René Bosshart und Arthur Schneider. Die beiden Kandidaten für das Fischinger Gemeindepräsidium präsentierten sich in der Hörnlihalle erwartungsgemäss.

Bosshart, seit dreieinhalb Jahren Gemeinderat, früherer Gemeindeschreiber und seit zwanzig Jahren in der Gemeinde wohnhaft, wusste seinen Heimvorteil zu nutzen. Er schlachtete ihn aber nicht aus. Fragen des Moderators und alt Gemeinderates René Ziörjen wie des Publikums konnte Bosshart wiederholt mit Dossierkenntnis angereichert beantworten.

Einarbeit nötig

Indes blamierte sich auch sein Kontrahent nicht. Schneider war einst in der Gemeinde aufgewachsen, wohnt seit dreissig Jahren auswärts, wird aber demnächst in sein Elternhaus heimkehren. Aus diesen Umständen machte er keinen Hehl.

So beantwortete er die Frage nach den anstehenden Herausforderungen mit einem klaren «Ich muss mich erst einarbeiten.» Derweil nannte Bosshart einen wünschenswerten Sportplatz für die Jugend sowie eine «vernünftige Gemeindeentwicklung trotz allgegenwärtiger Bestimmungen».

Vom Moderator auf seine inexistente politische Erfahrung angesprochen, sagte Schneider, der international Karriere in der Automobilbranche gemacht hat: «Das mache ich mit strategischer Erfahrung wett.» Eine Firma zu führen sei wie eine Gemeinde zu führen.

Seine Managementerfahrung warf Arthur Schneider auch in die Waagschale, als politische und andere Netzwerke über die Gemeindegrenze hinaus thematisiert wurden:

«Ich kann mich gut vernetzen. Es ist eine Fleissarbeit.»

René Bosshart konterte:

«Ich kenne die kantonale Verwaltung. Ich weiss, wo ich anklopfen muss.»

Trotz vereinzelter Nadelstiche: Die Diskussion war geprägt von gegenseitigem Respekt. Ein Tenor, in welchen auch das zahlreiche Publikum einstimmte. Niemand versuchte, einen der Kandidaten aufs Glatteis zu führen oder gar blosszustellen.

Lokales Gewerbe und Wohnraum für Senioren als Schwerpunkte

So war man sich in den wesentlichen Punkten einig. Beide, Bosshart und Schneider, betonten wiederholt die Wichtigkeit des lokalen Gewerbes. Insbesondere wenn es darum geht, der Jugend einheimische Ausbildungsplätze und allenfalls sogar Karrieremöglichkeiten zu bieten.

Einigkeit herrschte auch in der Altersfrage: Fischingen bietet zu wenig Wohnraum für Senioren. Schneider erzählte von seiner Mutter, die mit 91 Jahren zu Hause gestorben war: «Wenn sie pflegebedürftig geworden wäre, hätten wir in der Gemeinde keine Optionen gehabt.»

Ein Generationenkonzept sei Thema der nächsten Legislatur, wusste Gemeinderat Bosshart aus seiner Behördentätigkeit zu berichten.

So spannen René Bosshart und Arthur Schneider den roten Faden des Abends: Fundierte Behörden- und Verwaltungserfahrung versus internationale Managementkenntnisse. Das Publikum in der Hörnlihalle schien beides zu goutieren.

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