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Zwei Frauen aus Mammern sind mit Tröpfel auf Erfolgskurs

Particia Dähler und Esther Schaefer haben 2005 die GmbH Tröpfel gegründet. Das Produkt ist auf grosse Beliebtheit gestossen und 2007 sind die beiden Frauen vom Kanton Thurgau mit dem Jungunternehmer-Preis ausgezeichnet worden.
Margrith Pfister-Kübler
Patricia Dähler (links) hat als Kind aus Gras Tee gemacht - und erfolgreich verkauft. (Bild: Andrea Stalder)

Patricia Dähler (links) hat als Kind aus Gras Tee gemacht - und erfolgreich verkauft. (Bild: Andrea Stalder)

Particia Dähler: «Ich finde die verschiedenen Sichtweisen interessant»

Was hat Sie in der letzten Woche besonders beschäftigt?

Patricia Dähler: Die ewigen negativen Diskussionen über die Landwirtschaft. Momentan trägt diese an allem Schuld.

Weshalb wohnen Sie in Lanzenneuforn?

Wir haben hier ein altes Bauernhaus umgebaut und mich fasziniert jeden Morgen die Aussicht auf das gewaltige Bergpanorama – vom Säntis bis zu den Berner Alpen. Und momentan gefällt mir auch das herrliche Nebelmeer.

Gibt es für Sie einen Lieblingsort im Thurgau?

Die Hochwacht oberhalb von Mammern, von da kann nach Stein am Rhein sowie bis zur Reichenau und in die Berge schauen.

Was lieben Sie am Spätsommer?

Die letzten Abende, an welchen man noch gemütlich draussen sitzen kann sowie am Morgen die Nebelfelder zu beobachten und die langsame Verfärbung des Waldes in sein Herbstkleid.

Was machen Sie im Alltag für den Umweltschutz?

Wir beziehen die Früchte für unsere Firma aus der Region und verwerten beim Verpacken unserer Produkte die eigenen Kartons wieder. Abfalltrennung ist für mich selbstverständlich und ich fahre weite Strecken mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ihr Restaurant-Tipp ...?

Das Restaurant Hohenklingen oberhalb von Stein am Rhein. Mein Sohn arbeitet dort als Küchenchef und fasziniert mich immer wieder mit neuen Kreationen: etwa mit einem Amuse-Bouche, welches Tröpfel beinhaltet.

Welches ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?

Zum einen die Streifzüge mit meinem Grossvater durch den Wald, wobei wir Totentrompeten sammelten. Und als ich aus gewöhnlichem Gras Tee zubereitete und es meinen Nachbarn erfolgreich verkaufen konnte.

Wann haben Sie das letzte Mal so richtig gelacht?

Als die Tochter eines Freundes unseren 14 Wochen alten Berner Sennenhund auf dem Boden fotografieren wollte. Der Versuch ging so aus, dass sie am Schluss unter dem Hund lag und sich wehren musste, weil er sie voller Freude abschleckte.

Worauf freuen Sie sich an einem freien Wochenende?

Ich freue mich darauf, in Ruhe Zeitungen oder interessante Artikel zu lesen, welche ich mir unter der Woche zur Seite gelegt habe.

Worüber kann man mit Ihnen nicht reden?

Es gibt kein Thema, über welches man mit mir nicht reden kann. Ich finde die verschiedenen Sichtweisen der Menschen immer interessant.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

«The Big Five for Life» von John Strelecky – ich empfehle diese Buch jedem Menschen.

Haben Sie ein Vorbild?

Für mich sind alle Menschen, die Freiwilligenarbeit leisten und Motivation für Wertehaltung haben, Vorbilder - seien es Pensionierte, die mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen die Lehrer im Unterricht unterstützen oder auch ein Dorf wie Mammern, welches einen Grossanlass wie das Musical Runggle Buur» stemmen kann.

Wann haben Sie sich zuletzt so richtig geärgert?

Bei einer Führung in der Neuburg, als mich ein Unternehmer fragte, wer sich Zuhause um den Haushalt und die Kinder kümmere und noch hinzufügte: «Jöö, eine zwei-Frauenfirma.»


Esther Schaefer (rechts) schätzt die Vorzüge jeden Lebensabschnitts. Sie braucht keine Altersgefühle. (Bild: Andrea Stalder)

Esther Schaefer (rechts) schätzt die Vorzüge jeden Lebensabschnitts. Sie braucht keine Altersgefühle. (Bild: Andrea Stalder)

Ester Schaefer: «Ich will noch diverse Städtereisen machen»

Was sollte man im Spätsommer im Thurgau unbedingt machen?

Esther Schäfer: Spazierengehen, wenn das Laub schon auf den Boden liegt. Dieses Rauschen ist ganz besonders.

Wohin würden Sie ziehen, wenn Sie den Thurgau verlassen müssten?

Ins Engadin, meine zweite Heimat. Die sonnigen, schneereichen Winter sowie die Berge haben es mir angetan. Ausserdem habe ich mal dort gearbeitet und auch meinen Mann kennen gelernt. Wir verbringen auch immer wieder mal gerne Zeit in Sils-Maria.

Was ist das Schöne daran, Haustiere zu haben?

Ich bin mit Hunden und Hühnern aufgewachsen. Unsere momentane Wohnsituation lässt es zu, dass wir auch jetzt Tiere halten können. Das Positive an einem Hund ist, dass man täglich an die frische Luft kommt und so in Bewegung bleibt. Die Hühner liefern Eier und grasen dafür den Hang und die wiesen ab, was praktisch ist.

Haben Sie Tipps, um gesund zu bleiben?

Genügend Schlaf ist wichtig, aber auch regelmässiges und gesundes Essen. Sowie wenn immer möglich die Treppe anstelle des Fahrstuhls zu nehmen. Ich gehe ausserdem gerne täglich mit unserem Hund spazieren – in Kombination mit frischer Luft gibt mir das Energie.

Haben Sie eine spezielle Methode, um sich aus einem Tief zu befreien?

Lange Wanderungen, nur mit dem Hund, auf einsamen Wegen – und dann vorwärts schauen.

Was schätzen Sie an Ihrem Partner besonders?

Mein Mann und ich führen schon seit 21 Jahren eine erfüllte Beziehung. Ich schätze, dass er immer das Gute sieht und vorwärts schaut.

Wie sieht Ihr Morgen-Ritual aus?

Ich wecke meine beiden jüngeren Kinder am Morgen. Das ist ein Ritual, welches ich sehr geniesse.

Wie würde der Filmtitel Ihres Lebens lauten?

«Zweierbeziehungen». Denn: ich habe eine Zwillingsschwester, eine tolle Ehe mit meinem Mann und führe mit Patricia Dähler als Duo die Firma Tröpfel.

Was möchten Sie unter allen Umständen im Leben noch machen?

Auf meiner Wunschliste stehen diverse Städtereisen.

Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

Am Sonntag gab es Zuhause öfters selbstgemachte Pommes und dazu Reh-Rahmschnitzel. Das war jeweils ein Festessen – denn dazu kommt, dass meine Mutter war eine ausgezeichnete Köchin ist.

Welches ist das aufwendigste Gericht, das Sie kochen können?

Frische Felchen aus Steckborn, nur in Butter gebraten, dazu neue Kartoffeln aus Eschenz und Tomaten aus dem eigenen Garten.

Haben Sie ein Vorbild?

Meinen Bruder. Seine Frau ist verunglückt und sitzt im Rollstuhl. Ich bewundere, wie er das Privatleben mit ihr fürsorglich und lebensfreudig anpackt und dabei gleichzeitig sein Unternehmen verantwortungsvoll führt.

Was nehmen Sie immer mit, wenn Sie das Haus verlassen?

Meine Tasche mit Geldbörse, Agenda und meinem Handy.

Welches ist Ihr gefühltes Alter?

Jedes Alter hat seine Vorzüge. Ich fühle mich wohl in meiner Haut und brauche keine Altersgefühle.

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter?

Meine Mutter ist unkompliziert, kann anpacken und ist pragmatisch. Ich glaube, da habe ich etwas davon mitbekommen.

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrem Vater?

Von meinem Vater habe ich die Sensorik, den feinen Gaumen und die praktischen Begabungen geerbt.

Zu den Personen

Patricia Dähler ist 57 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Sie hat eine Lehre als Krankenschwester gemacht und war Wirtin im Klingezellerhof oberhalb Mammern.
Ester Schaefer-Meier ist 41 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Sie ist eidgenössisch diplomierte Hotelière und führte auch mit ihrem Mann das Gasthaus Adler in Mammern.

Die Vision des alkoholfreien Schaumweins aus dem Thurgau hat die beiden nicht mehr losgelassen. Im Jahr 2005 haben sie das Unternehmen Tröpfel gegründet und schon zwei Jahre später sind sie vom Kanton Thurgau mit dem Jungunternehmer-Preis ausgezeichnet.

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