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Unterlegener Thurgauer GLP-Kandidat Ueli Fisch bezeichnet Listenverbindung als Fehler

Weder National- noch Ständerat: Der Thurgauer GLP-Kandidat Ueli Fisch gilt als grosser Verlierer bei den vergangenen eidgenössischen Wahlen. Nun analysiert er die Resultate.
Thomas Wunderlin
Ueli Fisch verpasste für die Grünliberalen sowohl den Sprung in den National- als auch in den Ständerat. (Bild: Andrea Stalder)

Ueli Fisch verpasste für die Grünliberalen sowohl den Sprung in den National- als auch in den Ständerat. (Bild: Andrea Stalder)

Ueli Fisch, GLP-National- und Ständeratskandidat, bezeichnet die Listenverbindung der GLP mit der Linken als Fehler. «Wenn jemand die falsche Listenverbindung gewählt hat, dann sind wir es», schreibt er auf seiner Website.

«Wären wir die Verbindung mit der CVP-BDP-EVP eingegangen, dann wäre ich jetzt Nationalrat und die Grünen wären trotz ihres Wachstums leer ausgegangen.»

Fisch dürfte richtig liegen, wie eine Nachrechnung zeigt.

Erwartungen, stärker als Grüne zu sein

Die Verbindung mit der Mitte entpuppt sich laut Fisch im Nachhinein als bessere Lösung, weil die Rechte unerwartet stark gelitten habe und die GLP fast 2 Prozent gewachsen sei. Die GLP habe erwartet, sie selber und die GP würden im Ausmass der nationalen Wahlprognosen wachsen, und sie sei überzeugt gewesen, in der Direktausmarchung stärker zu sein als die Grünen. Auch die Medien hätten das so gesehen und Fisch favorisiert.

«Am Ende habe ich persönlich auch das bessere Resultat als der gewählte Kurt Egger gemacht.»

Wieso die Grünen so unerwartet stark gewachsen sind, erklärt sich Fisch damit, dass sie einiges an Stimmen von früheren SP-Wählern erhalten hätten und zusätzlich von SP-Wählern panaschiert worden seien. Zudem seien die Grünen von jungen Wählern gewählt worden, die durch die Klimadebatte mobilisiert worden seien. Die SP habe keine stärkeren Verluste eingefahren, weil sie im Thurgau einen engagierten Wahlkampf betrieben und Wähler der eigenen Basis mobilisiert habe, die 2015 nicht an die Urne gegangen seien.

Wenig GLP-Hoffnung für Regierungsratswahlen

«Im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer», konstatiert Fisch. «Das Ziel, dem Rechtsaussenblock einen Sitz zu entreissen, ist aufgegangen.» Nur sei es leider der FDP- statt der dritte SVP-Sitz. Und er sei nicht bei der GLP, sondern bei der GP gelandet.

Bei den Ständeratswahlen haben die Bürgerlichen laut Fisch gegenseitig die Kandidaten der SVP und der CVP unterstützt, ebenso wie sich SP und GP gegenseitig geholfen hätten. Für ihn sei dazwischen die Luft immer dünner geworden. Unter diesen Umständen habe er wenig Hoffnungen für die kommenden Regierungsratswahlen. Bei einem frei werdenden SVP-Sitz würden sich die andern drei Regierungsparteien hüten, einen andern als den eigenen Kandidaten zu unterstützen, um diesen nicht zu gefährden.

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