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Münchwilen erhält in Oberhofen ein neues Schulhaus

An einer Ausstellung zeigt die Münchwiler Schulgemeinde die Projekte des Architekturwettbewerbs für die Erweiterung des Zentrums Oberhofen. Ende November befinden die Stimmbürger über den Sieger «Baloo».
Roman Scherrer
Das Siegerprojekt «Baloo» sieht einen Neubau zwischen der Schul- und der Urbanstrasse vor. (Bilder: PD / Allemann Bauer Eigenmann Architekten AG)

Das Siegerprojekt «Baloo» sieht einen Neubau zwischen der Schul- und der Urbanstrasse vor. (Bilder: PD / Allemann Bauer Eigenmann Architekten AG)

Wer diesen Namen hört, denkt wahrscheinlich an den Bären aus dem «Dschungelbuch»: Der Sieger aus dem Projektwettbewerb für die Erweiterung des Münchwiler Schulzentrums Oberhofen heisst nämlich «Baloo». Er stammt von der Allemann Bauer Eigenmann Architekten AG aus Zürich und der Arboner PR Landschaftsarchitektur GmbH.

Schmaler, aber langer Neubau

Die Anspielung auf die «Dschungelbuch»-Erzählungen soll laut Patric Allemann, einem der für das Projekt verantwortlichen Architekten, auf den Standort verweisen. So ist dabei ein schmaler aber rund 60 Meter langer Schulhaus-Neubau inmitten der Bäume auf der Wiese zwischen Schul- und Urbanstrasse vorgesehen. Architekt Patric Allemann erklärt:

«Wir haben den Standort mit den Bäumen sehr schön gefunden. Deshalb haben wir uns die Aufgabe gesetzt, das Gebäude so zu gestalten, dass es zwischen die Bäume passt.»

Optisch orientiere sich der Bau am «Schulhaus 2» und dem Doppelkindergarten an der Schulstrasse. Im Erdgeschoss sieht das Siegerprojekt drei Kindergarten-Zimmer vor, die von Süden her alle einen eigenen Eingang haben. Im Obergeschoss befinden sich sechs Zimmer für die Primarschule, die über drei Eingänge von der Nordseite her erschlossen sind.

Insgesamt 60 Beiträge

Seit Donnerstagabend und bis Samstag, von 9 bis 11 Uhr, sind alle 60 Wettbewerbsbeiträge im Gang und Theorielokal der Sporthalle Waldegg ausgestellt. Dabei fällt auf: Das Siegerprojekt ist auf viel weniger Planansichten und Visualisierungen dargestellt als alle anderen. «Wahrscheinlich ist das Projekt so gut, dass dies ausgereicht hat», sagt Lukas Weinhappl mit einem Schmunzeln. Der Münchwiler Schulpräsident war Sachpreisrichter in der Wettbewerbs-Jury, welche Ende August die Projekte analysierte.

Nach der ersten Prüfung habe man aus den 60 Beiträgen zehn ausgewählt. «Diese zehn haben wir dann nach ihrer Wirtschaftlichkeit analysiert. Das heisst, wir haben geschaut, wie viel uns die Bauten kosten würden.» Die Schulbehörde geht davon aus, dass die Erweiterung des Schulzentrums Oberhofen zwischen acht bis zehn Millionen Franken kosten wird. Das Siegerprojekt befinde sich in diesem Rahmen, so Weinhappl.

Innenansicht eines Schulzimmers im Obergeschoss.

Innenansicht eines Schulzimmers im Obergeschoss.

Eigenständiger Bau als Vorteil

«Mit Hilfe der Fachpreisrichter haben wir schnell die hohe Qualität von ‹Baloo› erkannt», sagt Lukas Weinhappl. Ein grosser Vorteil des Projekts sei, dass es ein eigenständiger Bau ist. «Das bietet weniger Konfliktpotenzial als ein Anbau.» Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sei ebenfalls ein Pluspunkt. «Und laut den Lehrpersonen in der Jury können die Räume aus pädagogischer Sicht sinnvoll genutzt werden», sagt Lukas Weinhappl.

Am 28. November sollen die Stimmbürger an der Schulgemeindeversammlung über Planungs- und Projektkredit für den Neubau entscheiden. Rund ein Jahr später könnte die Abstimmung über den Baukredit erfolgen.

Eröffnung 2021 vorgesehen

Nach dem Spatenstich im Frühling 2020 ist die Eröffnung des neuen Schulhauses für den Sommer 2021 vorgesehen. «Damit wären wir voll im Zeitplan», sagt Lukas Weinhappl. 2021 läuft nämlich der Mietvertrag für den Doppelkindergarten in der «alten Strumpfi» aus. Der Neubau in Oberhofen soll dann als Ablösung dienen.

Unabhängig davon klären die Münchwiler Vereine derzeit ihren Bedarf bezüglich der Turnhalle Oberhofen ab. Sollten sie mehr Kapazität benötigen, müssen sie an einer der kommenden Gemeindeversammlungen den Antrag an Politische und Schulgemeinde stellen, diese Angelegenheit im Detail auszuarbeiten.

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