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Neun Brände in drei Monaten: In Bürglen geht ein Feuerteufel um

Seit August brennt es in der Gemeinde Bürglen auffällig oft. Die Kantonspolizei Thurgau geht in mehreren Fällen von einer Dritteinwirkung aus. Unklar ist, wer für die Flammen und den Rauch verantwortlich ist.
Dinah Hauser
Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten im Lorze-Areal. (Bild: Mario Testa)

Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten im Lorze-Areal. (Bild: Mario Testa)

Schon wieder brennt es. Und schon wieder in Bürglen. Seit
August ist es bereits der neunte Brand. Diesmal wurde ein Holzunterstand an der Schützen-strasse zum Opfer der Flammen.
Gemäss Mitteilung der Kantons-polizei Thurgau gab es keine Verletzten, aber einen Sachschaden von mehreren tausend Franken. Die Polizei geht von Dritteinwirkung aus. «Ob diese vorsätzlich oder fahrlässig erfolgte, ist Gegenstand der aktuellen Ermittlungen», sagt Polizeisprecher Matthias Graf.

Der aktuelle Fall gehört zu einer Brandserie, die sich bis zum August zurückverfolgen lässt. Bei den insgesamt neun Bränden in Bürglen geht die Kantonspolizei Thurgau von Dritteinwirkung aus (siehe Karte). «Aufgrund der örtlichen und zeitlichen Verhältnisse gehen wir davon aus, dass es sich um die gleiche Täterschaft handelt», sagt Graf. Wer die Brände zu verantworten hat, ist indes unklar. Zudem seien bisher keine Hinweise eingegangen. «Wir bitten die Bevölkerung, aufmerksam zu sein. Wer etwas Verdächtiges beobachtet, sollte umgehend den Notruf 117 wählen», sagt Graf.

Besorgte Stimmen aus der Bevölkerung

Nach dem Grossbrand auf dem Lorze-Areal hat der Gemeindepräsident von Bürglen, Erich Baumann, besorgte Stimmen erhalten. Es war das bisher grösste Ereignis der Brandserie. Auch der Lösch- und Rettungszug der SBB aus St. Gallen kam zum Einsatz. Der Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Franken. Auch Baumann ruft zur Wachsamkeit auf. «Wir haben die Mitarbeitenden des Werkhofs auf das Thema sensibilisiert. Wenn sie im Dorf unterwegs sind, achten sie auf Brandspuren.» Bei allen neun Bränden der Serie gab es bisher keine Verletzten. «Darüber bin sehr froh», sagt Baumann.

Bei einem Brand klärt laut Graf der Brandermittler zuerst ab, wo das Feuer ausgebrochen ist. «Steht dies fest, wird an dieser Stelle die Brandursache ermittelt.» Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die Spurensicherung und -auswertung. Des Weiteren würden in der Umgebung Abklärungen gemacht. «Dazu gehören auch Befragungen der Anwohner und Zeugenaufrufe», sagt Graf. Die Polizei würde bei vergleichbaren Fällen abklären, ob Zusammenhänge bestehen.

Weitere Brände in der Umgebung


Bereits am 7. August brannten in Sulgen und Erlen kurz nacheinander zwei Asthaufen. Der Feu-erwehrkommandant Norbert Schoch sagte damals, es sei nicht normal, dass Asthaufen einfach so Feuer fingen. Rund zwei Wochen später fielen 20 Plastik-Paloxen bei der Landi in Oberaach den Flammen zum Opfer.

Wer verdächtige Beobachtungen macht, soll sich umgehend bei der Notrufzentrale 117 melden. Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeiposten Weinfelden, Telefon 058 345 25 00, zu melden.

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