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In Müllheim gibt es Unfrieden um den Friedhof

Die Finanzen gaben an der Müllheimer Rechnungsgemeinde kaum zu reden, wohl aber die Sanierung des Gottesackers für geschätzte 1,13 Millionen Franken.
Christof Lampart
Die Willkommenstafel an der östlichen Ortseinfahrt. (Bild: Donato Caspari)

Die Willkommenstafel an der östlichen Ortseinfahrt. (Bild: Donato Caspari)

Es waren für einmal weder die Finanzen noch das revidierte Baureglement oder gar die drei Einbürgerungsgesuche von sieben Personen, die am Donnerstagabend in der Primarschule Müllheim am meisten zu reden gaben. Denn während diese Geschäfte von den 122 anwesenden Stimmberechtigten diskussionslos gutgeheissen wurden, meldete sich gegen das Projekt «Friedhof 2020» starke Opposition.

Unbestritten war, dass beim Friedhofgebäude aus dem Jahr 1956 etwas gehen müsse. Die Geister schieden sich an den Kosten, die sich auf zirka 1,13 Millionen Franken belaufen sollen. In der Summe ist auch der Detailplanungskredit von 145000 Franken enthalten, über den der Souverän am Donnerstagabend befand.

Detailplanungskredit bringt noch mehr Klarheit

Wie Gemeindepräsident Urs Forster erklärte, müsse nicht nur der Aufbahrungsraum saniert werden, sondern auch die dazugehörigen Toiletten und der Arbeitsraum des Friedhofgärtners. Auch sind im Betrag die Kosten für eine Urnen-Stele und die rollstuhlgerechte Überarbeitung der Friedhofwege inbegriffen. Was jedoch genau wie viel kosten wird, sei heute noch nicht absehbar. «Dafür brauchen wir eben den Detailplanungskredit, damit wir eine genaue Aussage treffen und das Geschäft an der nächsten Gemeindeversammlung zu Abstimmung vorlegen können», sagte Forster.

Urs Forster leitete die Müllheimer Gemeindeversammlung. (Bild: Christof Lampart)

Urs Forster leitete die Müllheimer Gemeindeversammlung. (Bild: Christof Lampart)

Doch die Kritik am Vorhaben der Behörde verstummte nicht. Ein Redner bemängelte die «fehlende Visualisierung», eine Frau fragte gezielt nach, ob es nicht möglich sei, günstiger zu bauen. Und ein Dritter verlangte sogar mit dem Hinweis, dass «wir unseren Friedhof ja nicht vergolden müssen», die Rückweisung des Geschäfts. Ein Ansinnen, dass jedoch vom Souverän nicht geteilt wurde, erhielt dieses nur elf Stimmen. Der Detailplanungskredit von 145000 Franken wurde vom Stimmvolk grossmehrheitlich angenommen.

31 Schweizer sind nun auch Müllheimer

Keine Gegenwehr gab es zur Rechnung 2017, schloss diese doch nur mit einem Minus von 18000 Franken ab; ursprünglich war sogar ein Fehlbetrag von 359400 Franken budgetiert worden. Der generelle Entwässerungsplan und das revidierte Baureglement wurden einstimmig gutgeheissen. Und auch die drei Einbürgerungsgesuche wurden mit 111 und mehr Stimmen bejaht. Einstimmig und in offener Abstimmung erhielten 31 Schweizer Bürger das Müllheimer Bürgerrecht verliehen. Sie hatten die Gelegenheit genutzt, sich für eine reduzierte Taxe von 100 Franken je Person einbürgern zu lassen; normalerweise kostet dieser Schritt für Paare 600, für Einzelbewerber 400 Franken. Die Einbürgerungsaktion für Schweizerinnen und Schweizer läuft noch bis zum kommenden November.

Ein Sitz im Gemeinderat ist noch zu haben

Ob sich wohl in Müllheim noch jemand findet, der sich für den noch vakanten Sitz im Müllheimer Gemeinderat erwärmen könnte? An der Ersatzwahl am 10. Juni konnte erst einer der beiden freien Sitze in der Exekutive besetzt werden. Gewählt wurde Urban Bernhardsgrütter von der CVP. Angst vor dem öffentlichen Amt müsse man nicht haben, sagte Gemeindepräsident Urs Forster an der Rechnungsgemeinde, denn im Vorhinein lasse es sich nur schwer abschätzen, ob man dafür geeignet sei. «Ob man es kann, weiss man erst, wenn man das Amt einmal ausgeübt hat», forderte Forster die Frauen und Männer auf, sich eine Kandidatur zu überlegen. Interessierte wenden sich an die Gemeindeverwaltung: www.muellheim.ch. (art)

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