Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Und «zack», tot ist die Fliege: Ein ungewöhnliches Klassikkonzert in Diessenhofen

Die Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler unterhalten ihr Publikum in Diessenhofen mit klassischer Musik der anderen Art.
Thomas Brack
Die Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler ziehen mit ihrem virtuosen Geigenspiel das Publikum in ihren Bann. (Bild: Thomas Brack)

Die Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler ziehen mit ihrem virtuosen Geigenspiel das Publikum in ihren Bann. (Bild: Thomas Brack)

Sie haben sich zum Ziel gesetzt, frischen Wind in die Klassikszene zu bringen. Die Rede ist vom Geschwisterpaar Marie-Luise und Christoph Dingler aus Deutschland, die als The Twiolins die Bühnen der Welt erobern und schon über tausend Konzerte gegeben haben.

Nun konzertierten sie im barocken Rathaussaal in Diessenhofen. Über 80 Besucherinnen und Besucher liessen sich von den Darbietungen der Twiolins begeistern. Als die Musiker loslegten, stellten sie mit ihrem Können sogleich unter Beweis, dass sie ihrem Ruf gerecht werden. Mit dem Programm «Secret Places» (verborgene Orte) luden die Twiolins das Publikum zu einer Entdeckungsreise ins Reich der Fantasie mit eigens für die Zuhörer komponierten Stücken.

Minimal Music, Jazz und ungarische Volksmusik

Mit «Metamorphosis» und «Carpathian» erklangen eingängige Melodien mit slawischen, tanzartigen Elementen. «Mah Nada» basierte auf Ragas, einer indischen Tonstruktur. «Trance» lud die Zuhörer ein, die Augen zu schliessen, ganz den Tönen zu lauschen und innere Bilder entstehen zu lassen. «Balkanoid» bot eine höchst spannende Kombination von Minimal Music, Jazz und ungarischer Volksmusik.

Im Stück «A Fly’s Life And Decline» verursachte eine Fliegenklatsche, die auf das edle Instrument traf, das abrupte Ende des Fliegenlebens, welches immerhin die Komponistin Judit Varga aus Ungarn zu ihrem amüsanten Werk inspirierte und die Zuhörer laut auflachen liess. Klassische Musik braucht eben nicht immer todernst zu sein – auch wenn die erwähnte Fliege wohl anderer Meinung wäre.

Die Besucher waren von den Darbietungen der beiden so hingerissen, dass sie mit Standing Ovations noch eine Zugabe verlangten: Mit dem Stück «Sommer» aus Vivaldis «Vier Jahreszeiten» zogen die exzellenten Geiger nochmals alle «Saiten» ihres Könnens und entfachten ein Schlussbouquet, das wie ein Feuerwerk aus Klängen, Melodien und Rhythmen das Publikum in den Bann zog.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.