Und wieder steht der Kran auf Schloss Sonnenberg

Die Jahresrechnung der Gemeinde Stettfurt bietet zwar keinen Anlass zur Klage. Doch für die Baustelle auf Schloss Sonnenberg gilt das nicht.

Claudia Koch
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Das Schloss Sonnenberg oberhalb Stettfurt gehört dem österreichischen Financier Christian Baha. (Bild: Reto Martin, 2. Januar 2016)

Das Schloss Sonnenberg oberhalb Stettfurt gehört dem österreichischen Financier Christian Baha. (Bild: Reto Martin, 2. Januar 2016)

Die Arbeiten am Schloss Sonnenberg stehen wieder still. Bei dieser Information des Gemeindepräsidenten Markus Bürgi ging ein Raunen durch die Sitzreihen der Stettfurter Gemeindeversammlung am Donnerstag. «Dabei war 2018 viel Schwung in die Umbau- und Sanierungsarbeiten gekommen», sagte Bürgi weiter, der seine Enttäuschung offen kundtat. Zwar wurden im letzten Jahr der gesamte Dachstock saniert, das Dach neu eingedeckt und weitere Sanierungsarbeiten vorbereitet. Doch nun befinde sich laut Bürgi die Bauherrschaft in einer weiteren Planungsphase. Bürgi:

«Die Situation ist sehr unbefriedigend, da wir wenig Einfluss auf die weiteren Schritte haben, auch in zeitlicher Hinsicht.»

Der Gemeindepräsident versicherte jedoch, dass der Gemeinderat nicht tatenlos zusehen wird, wenn die Bausubstanz sich weiter verschlechtert.

Zusätzliche Abschreibungen dank Überschuss

Gemeindepräsident Markus Bürgi. (Bild: Claudia Koch)

Gemeindepräsident Markus Bürgi. (Bild: Claudia Koch)

Mehr Freude bereitete die Jahresrechnung 2018, die bei einem Gesamtaufwand von knapp 5,8 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von gut 105'000 Franken abschliesst. Gründe dafür sind Mehreinnahmen bei den Steuererträgen und bei den Grundstückgewinnsteuern. Da ein positiver Jahresabschluss sich anzeigte, wurden ausserordentliche Abschreibungen von 70'000 Franken vorgenommen. Die Investitionen im 2018 belaufen sich auf rund 2,65 Millionen Franken. Darunter fallen als grösste Posten die Sanierung des Gemeindehauses sowie die Sanierung der Leimackerstrasse und der Unterdorfstrasse.

Die Jahresrechnung 2018 und die Zuweisung des Ertragsüberschusses zum Eigenkapital wurden diskussionslos und einstimmig von den 43 Stimmberechtigten gutgeheissen. Für den neuen Richtplan der Gemeinde hat ein externes Büro ein Entwicklungskonzept erarbeitet. Eine erste Fassung wird an einer Informationsveranstaltung am 18. Juni präsentiert.

Gemeinsamer Jugendtreff in den Startlöchern.

Von einem spannenden Projekt sprach Bürgi beim geplanten Jugendtreff für Stettfurt, Matzingen und Thundorf, der seinen Standort in Stettfurt haben wird. Die nächste grosse Herausforderung steht 2020 mit der Sanierung und Aufwertung der Hauptstrasse an. Zum Schluss wurde Max Schümperli nach 44 Jahren in der Rechnungsprüfungskommission herzlich verabschiedet.

Staudenhof-Kinder dürfen nach Stettfurt zur Schule

An der Schulgemeindeversammlung vor der Versammlung der Politischen konnte Iris Amrein als Finanzverantwortliche eine stimmige Jahresrechnung 2018 präsentieren. Diese schliesst bei einem Aufwand von 2,1 Millionen Franken mit einem Plus von gut 23000 Franken. Der Überschuss kam aufgrund höherer Steuereinnahmen und Kantonszahlungen für die integrative Sonderschulung zustande. Mehrausgaben waren beim Finanzausgleich wie auch wegen höherer Löhne zu verzeichnen.

Die Jahresrechnung 2018 wie auch die Zuweisung des Gewinns zum Eigenkapital wurden von den 41 Stimmberechtigten genehmigt. Einstimmig genehmigt wurde der von Schulpräsident Roland Keller vorgestellte Antrag, dass die beim Staudenhof wohnhaften Familien ihre Kinder nach Stettfurt statt nach Matzingen in die Primarschule schicken können. Sollte Matzingen dem Ansinnen ebenfalls zustimmen, wird der Antrag an den Regierungsrat überwiesen. (clk)

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