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Unbehagen wegen radioaktiver Abfälle

Die Region Zürich Nordost kommt als Standort für ein Endlager für radioaktive Abfälle in Frage. Die CVP Gachnang, Uesslingen und Umgebung organisierte in Oberneunforn eine Informationsveranstaltung zum Thema.
Jürg Grau bei seinen Ausführungen. (Bild: PD)

Jürg Grau bei seinen Ausführungen. (Bild: PD)

Obwohl es noch Jahrzehnte dauert, bis radioaktive Abfälle in 700 Metern Tiefe eingelagert und die Zugänge zu den Stollen versiegelt würden, sorgt die allfällige Lagerung von radioaktiven Abfällen für ein gewisses Unbehagen in der Region.

Jürg Grau informierte als Präsident der Regionalkonferenz auf Einladung der CVP Gachnang, Uesslingen und Umgebung im Gemeindehaus in Oberneunforn zum Thema Tiefenlager. Obwohl der Bundesrat den Standortentscheid für ein Endlager für radioaktive Abfälle erst im Jahr 2029 fällt, beschäftigt das Thema.

Abfälle auch aus Medizin, Forschung und Industrie

Nebst Jura Ost und den nördlichen Lägern (ZH) ist die Region Zürich Nordost ein möglicher Standort für ein geologisches Tiefenlager, also ein Endlager für radioaktive Abfälle. Alle Standorte verfügen im Untergrund über eine Schicht Opalinuston, ein festes Tongestein, die sich für eine Endlagerung eignet. Die radioaktiven Abfälle in der Schweiz stammen zu zwei Dritteln aus Kernkraftwerken und zu einem Drittel aus Medizin, Industrie sowie Forschung. Aktuell werden die radioaktiven Abfälle in oberirdischen Zwischenlagern vor allem in Würenlingen (AG) gelagert.

Um die hohen Temperaturen von hoch radioaktiven Abfällen zu reduzieren, «müssen diese rund 40 Jahre lang gekühlt werden, bevor sie versenkt und danach versiegelt werden können», sagte Grau. Das Einbringen dieser radioaktiven Abfälle ins Tiefenlager wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Der Bau des Tiefenlagers und der notwendigen Einrichtungen an der Oberfläche wird Emissionen wie eine mittlere Tunnelbaustelle verursachen. Aufgrund des langen Zeithorizonts werden sich aber erst künftige Generationen mit der Endlagerung dieser – und den neu anfallenden – radioaktiven Abfällen auseinandersetzen müssen.

Gleichzeitig gab sich Jürg Grau überzeugt, dass verbrauchte Brennelemente aus den Kernkraftwerken «irgendwann» der Wiederverwertung zugeführt werden können – «daran wird gearbeitet». (red)

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