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Umfrage zur Ständeratswahl im Thurgau: Stark wird im ersten Wahlgang gewählt – auch wenn er bei den Grünen keine Stimmen holt

Eine repräsentative TZ-Umfrage zeigt, wie die Ständeratswahl im Thurgau ausgehen könnte. Ein zweiter Wahlgang wird eher nicht nötig.
Larissa Flammer
Die Thurgauer Ständeratskandidaten beim TZ-Podium im September. (Bild: Donato Caspari)

Die Thurgauer Ständeratskandidaten beim TZ-Podium im September. (Bild: Donato Caspari)

Das erklärte Ziel der drei links-grünen Thurgauer Ständeratskandidaten ist es, einen zweiten Wahlgang zu erzwingen. Das wird ihnen nicht gelingen. Stattdessen werden Brigitte Häberli (CVP, bisher) und Jakob Stark (SVP) mit fast gleich vielen Stimmen gewählt. So zumindest sagt es eine Umfrage voraus, welche die Forschungsstelle Sotomo im Auftrag der «Thurgauer Zeitung» durchgeführt hat.

Dass Brigitte Häberli gemäss diesen Ergebnissen das absolute Mehr nicht deutlicher übertrifft, überrascht. Seit acht Jahren leistet sie als Ständerätin solide Arbeit. Eher überraschend ist auch, dass Ueli Fisch bei dieser Umfrage nicht mehr Stimmen geholt hat. Der GLP-Politiker konnte bei den letzten Regierungsratswahlen viele Wähler auf sich vereinen und er hat mit dem Öffentlichkeitsgesetz einen politischen Pflock eingeschlagen. Trotzdem liegt er in der Umfrage knapp hinter der jungen SP-Präsidentin Nina Schläfli.

Die Wähleranteile nach Parteipräferenz der Befragten

Die Umfrage hat neben der Wahlabsicht auch die Parteipräferenz der Befragten ermittelt. Daraus wird ersichtlich, dass 75 Prozent der FDP-Sympathisanten eine Stimme Häberli geben, aber nur 60 Prozent von ihnen Stark wählen. Der SVP-Kandidat kann sich dafür der Unterstützung der grossen eigenen Basis sicher sein, überzeugt jedoch nicht einmal 1 Prozent aus dem grünen Lager.

Die Sympathisanten der Grünen stehen aber auch nicht geschlossen hinter ihrem Parteipräsidenten Kurt Egger. «Nur» 78 Prozent geben ihm eine Stimme. Ähnlich ergeht es Schläfli. Sie vereint 82 Prozent aus dem Lager der Sozialdemokraten auf sich, Fisch angelt sich 86 Prozent der GLP-Stimmen.

Datenerhebung und Repräsentativität

Die Umfrage erfolgte online zwischen dem 9.September und dem 1.Oktober. Die Rekrutierung der Befragten fand einerseits über das Webportal der Thurgauer Zeitung, andererseits über das E-Mail-Panel von Sotomo statt. Nach der Bereinigung und Kontrolle der Daten konnten die Angaben von 612 Stimmberechtigten ausgewertet werden.

Da sich die Teilnehmenden der Umfrage selber rekrutieren (opt-in), ist die Zusammensetzung der Stichprobe nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit. So nehmen typischerweise mehr Männer als Frauen an politischen Umfragen teil. Den Verzerrungen in der Stichprobe wird jedoch mittels statistischer Gewichtungsverfahren entgegengewirkt. Neben räumlichen (Wohnort) und soziodemographischen (Alter, Geschlecht, Bildung) Gewichtungskriterien werden dabei auch politische Gewichtungskriterien beigezogen (Stimm- und Wahlverhalten,regionale Parteienstruktur, usw.). Durch die Gewichtung wird eine hohe Repräsentativität für die aktive Stimmbevölkerung erzielt. Der Stichprobenfehler, wie er für Zufallsstichproben berechnet wird, lässt sich nicht direkt auf politisch gewichtete opt-in Umfragen übertragen. Die Repräsentativität dieser Befragung ist jedoch vergleichbar mit einer Zufallsstichprobe mit einem Stichprobenfehler von +/-3.9 Prozentpunkten.

Nur bei SVP-Wählern ist das Klima kein Thema

Abgesehen von der aktuellen Wahlabsicht für den Ständerat fragte die Umfrage auch nach den wichtigsten politischen Herausforderungen aus Sicht der Befragten. Der Klimawandel und der CO2-Ausstoss stehen bei SP-, GLP- und Grünen-Sympathisanten an der Spitze, bei der CVP an zweiter und bei der FDP an dritter Stelle. Für SVP-Wähler gehört dieses Thema nicht unter die sechs wichtigsten Herausforderungen.

Dafür steht bei ihnen mit grossem Abstand die Zuwanderung und die Ausländer an der Spitze. Ein Thema, das wiederum bei Wählern anderer Parteien kaum eine Rolle spielt. Für Befragte aus allen politischen Lagern zumindest einigermassen wichtig ist die Reform der Altersvorsorge. Auch die Krankenkassenprämien wurden oft genannt.

Politische Herausforderungen aus Sicht aller Befragten:

Aus Sicht der SVP-Sympathisanten:

Aus Sicht der CVP-Sympathisanten:

Aus Sicht der FDP-Sympathisanten:

Aus Sicht der SP-Sympathisanten:

Aus Sicht der GLP-Sympathisanten:

Aus Sicht der Grüne-Sympathisanten:

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