Umbauarbeiten
«Trotz Corona nur leichte Verzögerungen»: Das Ende der Bauzeit im Tertianum Neutal in Berlingen rückt in Sichtweit

Die Bauarbeiten im Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Neutal in Berlingen befinden sich in der finalen Phase. Ende Februar sollen die Arbeiten im Haus Seefeld, Ende März das moderne Therapiebad fertiggestellt sein.

Christof Lampart
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Eine Visualisierung zeigt, wie das Therapiebad in unmittelbarer Nähe zum Untersee aussehen soll.

Eine Visualisierung zeigt, wie das Therapiebad in unmittelbarer Nähe zum Untersee aussehen soll.

Bild: PD

Irgendwann 2021 – wenn es die Pandemie zulässt – plant das Tertianum Neutal in Berlingen einen Tag der offenen Türe für die Bevölkerung oder sogar ein Eröffnungsfest. Auf die Frage, ob Geschäftsführer Bernhard Kuster dann das Therapiebad mit einem Sprung ins Wasser einweihen werde, sagt er lachend: «Schauen wir, was das neue Jahr bringt.»

Blickt Kuster aufs 2020 zurück, so zeigt er sich mit dem Verlauf der acht Millionen Franken teuren Bauarbeiten «sehr zufrieden, weil wir wegen Corona deutliche, ungeplante Mehraufwände und dennoch nur leichte Verzögerungen hatten». Schliesslich konnte das Tertianum Neutal die im Bau befindlichen Häuser nicht schliessen, sondern musste den Betrieb mit 160 Mitarbeitenden, 100 Gästen und 25 Reha-Patienten aufrechterhalten. Kuster sagt:

Bernhard Kuster, Geschäftsführer Tertianum Berlingen.

Bernhard Kuster, Geschäftsführer Tertianum Berlingen.

Bild: Samuel Koch
«Die Pandemie hat den Umbau für alle zur Herausforderung gemacht. Aber wir haben sie gut gemeistert.»

Ein «Silvesterschwimmen» wird es dieses Jahr im neuen Therapiebad jedoch garantiert nicht geben. Denn obschon die Bauarbeiten gut vorankommen und ein Ende in Sichtweite ist, kommt der Bezug des Bades erst auf Ende März 2021 in Frage. «Und auch dann wird das Bad nicht öffentlich sein, denn es ist in erster Linie unseren Rehabilitationspatienten und in zweiter Linie unseren Gästen vorbehalten», sagt Kuster.

Dem Horizont und dem Untersee entgegen schwimmen

Anfragen von Personal oder Dritten, ob sie denn auch einmal für entspannende Stunden nach Berlingen kommen dürften, seien schon einige eingegangen, erzählt Kuster. Was nicht verwundert, denn trotz laufender Baustelle lassen die grossen Fenster die beabsichtigte Illusion für die Badenden jetzt schon wirken. Man hat das Gefühl, dass sich das Becken in den Untersee hinaus verlängert, man förmlich dem Horizont entgegen schwimmt.

Bernhard Kuster zeigt die fortgeschrittene Baustelle.

Bernhard Kuster zeigt die fortgeschrittene Baustelle.

Bild: Christof Lampart

Deutlich profaner, dafür bedeutsam, ist die Tatsache, dass ab dem 21. Dezember die Zwischengänge im Erdgeschoss und im ersten Stock des Hauses Seefeld wieder begehbar sein werden. Kuster sagt:

«Das wird die vielen täglichen Abläufe fürs Personal wieder vereinfachen.»
Das Haus Seefeld vor dem Umbau.

Das Haus Seefeld vor dem Umbau.

Bild: Donato Caspari (Berlingen,
6. August 2019)

Speziell im Seefeld ist, dass die Innenwände mit Lehm verputzt werden. «Viel biologischer kann man nicht bauen, denn Lehm nimmt Feuchtigkeit auf und führt zu einem angenehmen Raumklima», meint Kuster. Auch soll der Lehm nicht unter einem weissen Anstrich verschwinden, sondern sichtbar bleiben, was dem Seefeld in wenigen Wochen ein betont südliches Ambiente verleihen dürfte. Das wiederum passe zur schönen Gartenanlage und der ebenfalls neu konzipierten Dachterrasse.

Visualisierung der Dachterrasse des Hauses Seefeld.

Visualisierung der Dachterrasse des Hauses Seefeld.

Bild: PD

Diskussionen über «Winterfestigkeit» des Mitteltraktes

Kleinere Probleme und grössere Diskussionen gehören zu einer so umfangreichen Baustelle dazu. Mal verzögerte sich der Einbau grosser Fenster im Seefeld um einen Monat, weil die Innenverglasung Sprünge hatte und die Scheiben neu produziert werden mussten. Oder die «Winterfestigkeit» des Mitteltraktes führte zu Diskussionen, die jedoch alle zur Zufriedenheit des Geschäftsführers endeten. Kuster führt das auch auf die vielen regionalen Unternehmer zurück:

«So hatten wir immer einen direkten Ansprechpartner vor Ort und konnten Probleme schnell lösen.»

Wenn alles vorbei ist, werde Kuster sicher aufatmen. Denn er freut sich darauf, wenn Personal und Gäste wieder mehr Platz haben.

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