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Hinterthurgauer Gemeinden treiben Naturstrom voran

Verbraucher von Thurgauer Naturstrom bezahlen einen kleinen Aufpreis. Viele Hinterthurgauer Gemeinden bieten den Strom aus der Region als Wahlprodukt an. In Wilen und Tobel-Tägerschen ist er bereits Standard.
Das Kleinwasserkraftwerk Lützelmurg in Häuslenen produziert Thurgauer Naturstrom für Verbraucher aus Guntershausen. (Bild: PD)

Das Kleinwasserkraftwerk Lützelmurg in Häuslenen produziert Thurgauer Naturstrom für Verbraucher aus Guntershausen. (Bild: PD)

(red) Seit 2010 werden Thurgauer Haushalte und Unternehmen mit Thurgauer Naturstrom (TGN) versorgt. «Lokale Elektrizitätswerke verfügen damit über ein nachhaltiges und regionales Produkt, das sie entweder als Wahl- oder als Standardangebot einsetzen können», erklärt Martin Studerus, Leiter Vertrieb bei der EKT Energie AG.

Durch TGN könnten Betreiber von Solarstromanlagen, Kleinwasser- oder Biogaskraftwerken zudem ihren ökologischen Mehrwert lokal vermarkten. Martin Studerus:

«So schliesst sich der Kreis einer vermehrt nachhaltigen Energiewirtschaft.»

Kantonsweit setzen bereits 72 Elektrizitätswerke TGN als Standardangebot ein, und die Absatzmengen wachsen. 2017 ist die Zahl der Verbraucher um zehn Prozent auf rund 4600 Kunden angestiegen. Den grössten Zuwachs von 390 Kunden konnte das Produkt «Aqua Eco» verbuchen. Dieses bietet einen Mix mit 20,5 Prozent Kleinwasserkraft und acht Prozent Solarstrom. Der Rest entfällt auf Energie aus der KVA Thurgau.

Dieses Produkt ist für einen Aufpreis von zwei Rappen pro Kilowattstunde verfügbar. Ein durchschnittlicher Haushalt bezahlt damit zirka zwei Kaffee crème pro Monat für den zertifizierten Strom aus der Region.

Zu den Vorreitern bei der Nutzung von TGN gehörte Wilen. Die Gemeinde richtet ihr Handeln auf die «Enkeltauglichkeit» aus. Dazu gehört laut Gemeindepräsident Kurt Enderli auch das Stromangebot. Es soll Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllen. Alle Strombezüger werden dort seit 2016 automatisch mit TGN versorgt. Den Schritt zum Standardangebot macht per 2019 auch die Gemeinde Tobel-Tägerschen.

Guntershauser fragen Kunden an

Weitere neun Elektrizitätswerke im Hinterthurgau haben TGN als Wahlprodukt aufgenommen. Unter diesen ist die Elektra Genossenschaft Guntershausen einen Schritt weiter gegangen und hat eine zielgerichtete Marketingkampagne durchgeführt. Es wurden 149 Kunden telefonisch angefragt, wovon 26 Kunden ein TGN-Produkt bestellt haben. Das bedeutet, dass 17 Prozent der kontaktierten Kunden freiwillig TGN beziehen wollen.

Dabei dürfte eine Rolle spielen, dass der Thurgauer Naturstrom ausschliesslich im Kanton hergestellt wird. In Guntershausen etwa fliesst konkret Wasserstrom ins Produkt TGN ein. Die Verbraucher erhalten so Energie ins Haus geliefert, die in Häuslenen im Kleinwasserkraftwerk Lützelmurg produziert wird.

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