Um eine Ausgangsperre zu vermeiden: In Frauenfeld sensibilisieren die Hebed-Sorg-Paten die Bevölkerung

Stadtangestellte sprechen Passanten an und weisen sie auf die Massnahmen zur Viruseindämmung hin.

Mathias Frei
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Eine Hebed-Sorg-Patin im Gespräch mit einem Passanten.

Eine Hebed-Sorg-Patin im Gespräch mit einem Passanten.

(Bild: PD)
Stadtpräsident Anders Stokholm.

Stadtpräsident Anders Stokholm.

(Bild: PD)

«Mit dem Einsatz von Hebed-Sorg-Paten setzt die Stadt Frauenfeld ein weiteres Zeichen im Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus»: So heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt. Seit Freitag stehen insgesamt sechs Hebed-Sorg-Paten an belebten Orten, auf Spielplätzen oder auch vor den grossen Einkaufszentren. Sie sprechen Passanten an und weisen sie auf die Massnahmen hin, welche zur Eindämmung des Corona-Virus führen. Konkret: Abstand halten, möglichst daheim bleiben und das neue Verbot von Treffen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum. Ältere Personen bekommen Flyer für die organisierte Nachbarschaftshilfe in die Hand gedrückt. Die Patinnen und Paten arbeiten bei der Stadtverwaltung, etwa bei der Jugendarbeit, die derzeit situationsbedingt weniger zu tun hat als normal.

Der Einsatz der Paten zeige seine Wirkung, sagt Werner Spiri, Leiter des städtischen Amts für Sicherheit.

«Während am Freitag noch viele ältere Leute unterwegs waren, hat die Anzahl Senioren am Samstag und vor allem am Montag stark abgenommen.»

Die Reaktionen der Passanten hätten sich zwischen desinteressiert und verständnisvoll bewegt. Die Paten stünden bis auf weiteres im Einsatz.

Die Idee für diese Sensibilisierungskampagne sei in der städtischen Corona-Taskforce entstanden, sagt Stadtpräsident Anders Stokholm.

«Die Bahnhofspaten, oft Senioren, stehen derzeit nicht im Einsatz, dafür die Hebed-Sorg-Paten.»
Werner Spiri, Leiter des Amtes für Sicherheit der Stadt Frauenfeld.

Werner Spiri, Leiter des Amtes für Sicherheit der Stadt Frauenfeld.

(Bild: Reto Martin)

Ziel sei es, die Bevölkerung dahingehend zu informieren und sensibilisieren, damit eine vom Bund erlassene Ausgangssperre verhindert werden könne. Man dürfe feststellen, dass sich die Frauenfelder Bevölkerung im Grossen und Ganzen an die Massnahmen halte. Es dürften aber noch mehr Senioren die Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen.

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