Über dem Erweiterungsbau der Turnfabrik in Frauenfeld turnt eine schwere Fichte grazil in der Luft

TurnfabrikPlus: Am Dienstag erfolgte die Montage des 6,5 Tonnen schweren Holztragwerks. Bis zu den Sommerferien sollen die Arbeiten abgeschlossen. So sollen bereits Mitte Juli Trainings in der neuen Halle möglich sein.

Mathias Frei
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Zimmermänner passen das 28 Meter lange Holztragwerk in luftiger Höhe ein.

Zimmermänner passen das 28 Meter lange Holztragwerk in luftiger Höhe ein.

(Bild: Mathias Frei)

Es sind beachtliche Dimensionen. 28 Meter lang und 2,8 Meter hoch ist das Holztragwerk der TurnfabrikPlus, einer Erweiterung des bestehenden Gebäudes an der Hummelstrasse. Die Konstruktion aus Fichtenholz wiegt 6,5 Tonnen. Für die Montage am Dienstagvormittag braucht es denn auch einen Spezialkran, der das Holz ganz langsam durch die Luft schweben lässt. Innert nicht einmal einer Viertelstunde haben die Zimmermänner der Aadorfer Holzsystembaufirma Kifa das Tragwerk millimetergenau eingepasst. Es ist eines der statischen Herzstücke des Anbaus. Auch Kifa-CEO Ruedi Heim will sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

«Es ist schon speziell.»

Das sagt er. Seine Mitarbeiter seien stolz darauf, in solchen Dimensionen arbeiten zu können.

Auf der Baustelle: Kifa-CEO Ruedi Heim im Gespräch mit Roman Strupler vom Verein Turnfabrik.

Auf der Baustelle: Kifa-CEO Ruedi Heim im Gespräch mit Roman Strupler vom Verein Turnfabrik.

(Bild: Mathias Frei)

Bis Ende dieser Woche ist der Holzbau der Turnfabrik-Erweiterung fertig. In einem nächsten Schritt werden das Dach und die Fassade fertiggestellt. Sodann werden die Turnerinnen und Turner der Turnfabrik in Eigenleistung die Matten und Geräte einbauen.

(Bild: Roman Strupler)

«Es ist geplant, diese Arbeiten bis zu den Sommerferien abzuschliessen», erklärt Roman Strupler, der beim Verein Turnfabrik für die Kommunikation zuständig ist. So könnten die Turner bereits in den Ferien die neue Halle in Beschlag nehmen. Der Restart der öffentlichen Angebote Fliz-Kids und Family-Sunday ist für September vorgesehen.

«Fünf Monate vom Baugesuch bis zur Inbetriebnahme: Das ist eine sportliche Leistung aller Beteiligten.»

Das meint Strupler anerkennend. Weil der Trainingsbetrieb pandemiebedingt ruhte, konnten die Umbauarbeiten in der bestehenden Halle vorgezogen werden. Auch finanziell liegt man im Lot. Das Kostendach von 875'000 Franken für den Erweiterungsbau inklusive Einrichtung kann laut Strupler eingehalten werden.

Infos zur TurnfabrikPlus: www.turnfabrikplus.ch

(Bild: Roman Strupler)