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Frittiertes, Gebratenes oder Geschmortes: Überleben am Open Air Frauenfeld ist garantiert

Kulinarische Höhenflüge sucht man auf der Frauenfelder Allmend zwar vergebens. Aber wer auf Frittiertes, Gebratenes oder Geschmortes steht, muss nicht Hunger leiden. Eine Verkostung von Miranda Diggelmann und Mathias Frei.
Miranda Diggelmann, Mathias Frei
Miranda Diggelmann und Mathias Frei beissen herzhaft in Burger und Corn-Dog. (Bilder: Reto Martin)

Miranda Diggelmann und Mathias Frei beissen herzhaft in Burger und Corn-Dog. (Bilder: Reto Martin)

«Geile Wurst», ist da zu lesen. Wow. Geil. «In der Maishülle frittiert, dazu eine unserer superfeinen Saucen.» Das hört sich doch superfein an und ist ein Corn-Dog – zu finden an einem «Deluxe-Streetfood-Stand». Gibt’s für acht Franken und ist ansehnlich goldbraun. Eine der «superfeinen Saucen» ist Café de Paris aus der Grosspackung. Dazu ein paar Peterli für die Frische. Und jetzt probieren: Das Würstli ist vom Style her ein grobes Schweinwürstli. Um den Corn-Dog behändigen zu können, steckt er auf einem Holzspiessli. Denn das längliche Frittiergut ist heiss. Das Würstli ist saftig, aber geschmacklich undefinierbar. Der Maisteig hätte definitiv mehr Würze gebraucht. Die Sauce, naja. Da ist definitiv noch Luft nach oben.

Egliknusperli aus Estland

Jetzt Indisch: ein Lammcurry mit Reis. Kostenpunkt: 15 Franken. Gemäss Beschilderung mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und einer pakistanischen Gewürzmischung. Diesselbe Würze befindet sich übrigens auch im Chicken-, Krevetten- und Linsencurry. Also eine Allzweckwaffe – die aber nur Platzpatronen abfeuert. Wenn man gefragt wird, ob man scharf will: unbedingt Ja sagen. Das Curry ist geschmacklich halbwegs in Ordnung, aber sehr mild und hat zu wenig Bindung. Das Fleisch könnte wunderbar lind geschmort sein. Ist es aber nicht. Dazu gut gekochter Basmatireis mit einem leichten Biss in einer anständigen Portionengrösse. Alles in Allem durchaus empfehlenswerter Open-Air-Food, weil eine grosse Sättigungsbeilage inbegriffen ist, die einem beim späteren Alkoholexzess auf jeden Fall zugutekommt. Und dann noch der frisch gehackte Koriander.

Lammcurry mit Reis.

Lammcurry mit Reis.

Zu viel Frittiertes schlägt einem zwar irgendwann auf den Magen. Aber egal! Jetzt sind die Egliknusperli an der Reihe. Mhmm, ein feiner Kretzer aus dem Bodensee? Denkste. Da liest man: «Seefisch, Estland.» Gleichwohl schaut der im Bierteig frittierte Fisch ganz gut aus. Daneben noch eine Kelle «Kräutersauce» aus einem weissen Kübel. Der Teig ist gut gewürzt, der Fisch noch leicht glänzend, also nicht zu Tode frittiert. Möglicherweise lagen die Fischli aber etwas zu lange unter der Wärmelampe. Denn der Teig hat gut Frittieröl aufgesogen. Die Sauce auf Joghurtbasis hat eine leichte, angenehme Säure. Und das Ganze für acht Franken (halbe Portion). Da kann man also nichts sagen.

Egliknusperli.

Egliknusperli.

Ein Burger in den holländischen Landesfarben

Jetzt wird’s bunt: Der Van-Kaas-Burger am Dutch-Stand kommt im orangenfarbenen Gewand daher – richtig holländisch eben. Gefüllt sind die farbigen Brötchen mit einem Rindfleisch-Patty, Peperoni, Käse, Salat und einer Currysauce. Die Sauce ist gewöhnungsbedürftig, weil nicht üblich in einem Burger. Sie verleiht dem Junk-Food-Gericht aber einen exotischen Touch und schmeckt gut. Auch die Peperoni-Streifen sind nicht unbedingt eine herkömmliche Burger-Füllung, sind aber knackig und lecker. Der Van-Kaas-Burger ist für 14 Franken erhältlich. Das-Preis-Leistungsverhältnis ist somit angemessen. Wer’s deftig mag, kann den Oranje-Burger auch mit Pommes frites gefüllt bekommen. Diese Variante, die übrigens bestimmt sehr gut als Boden für einen feuchtfröhlichen Abend am Open Air agiert, ist für 20 Franken zu haben.

Bild: Andrea Stalder
Migos am Open Air Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder)
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Migos am Open Air Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder)
Bild: Andrea Stalder
Migos am Open Air Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder)
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Nerd mit Pharell Williams am Open Air Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Bild: Reto Martin
Nerd mit Pharell Williams am Open Air Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
Bild: Andrea Stalder
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Bild: Andrea Stalder
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Bild: Reto Martin
Bild: Reto Martin
Bild: Reto Martin
Bild: Reto Martin
Bild: Reto Martin
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Bild: Reto Martin
Bild: Reto Martin
Bild: Reto Martin
Bild: Reto Martin
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Bild: reto Martin
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Der Donnerstag am Open Air Frauenfeld

Das Raclette mit Kartoffeln kostet zehn Franken. Für die zehn Stutz dürfte man aber schon mehr als drei winzige Härdöpfeli verlangen. Satt wird man davon auf jeden Fall nicht. Dafür kommen Käse-Liebhaber an diesem Stand nicht zu kurz. Die Kartoffeln schwimmen nämlich nur so im Käse. Und für Hardcore-Cheese-Lovers können hier sogar doppelte Portionen bestellt werden (was aber auch doppelt so viel kostet). Alles in allem schmeckt das Raclette gut. Von einem Open-Air-Stand kann man zumindest nicht viel mehr erwarten.

Raclette mit Kartoffeln.

Raclette mit Kartoffeln.

Minidonuts mit etwelcher Sauce

Oh mein Gott, sind das Mini-Donuts? Jap, tatsächlich. Bei Sam’s Donuts gibt’s die guten Dinger. Und zwar grosszügige Portionen davon. Wer auf Süsses steht, wird diese Donuts lieben. Für sieben Franken kriegt man sie mit Zimt und Zucker und für einen weiteren Franken Aufschlag kann man sie zusätzlich mit einer Sauce nach Wahl – etwa Schokoladensauce, Vanillesauce, Erdbeersauce oder Caramelsauce – geniessen. Weil man die Donuts in einer Tüte und mit Holzspiess kriegt, kann man damit ausserdem gut herumspazieren, ohne dabei zu kleckern. Diese Süssigkeit ist wärmstens zu empfehlen.

Mini-Donut.

Mini-Donut.

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