«Tun ist wie wollen, einfach krasser»: SVP/EDU-Fraktion fordert im Frauenfelder Gemeinderat Taten statt Worte bei der Innenstadtentwicklung

Statt konkreter Massnahmen seien beim auf vier Jahre angelegten Projekt zur Aufwertung der Innenstadt bislang vor allem Konzepte für die Schublade geschaffen worden. Das kritisiert die SVP/EDU-Fraktion im Frauenfelder Gemeinderat.

Mathias Frei
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Mit einem Riesenrad (wie vergangenes Jahr am Mitsommerfest) will die Stadt die Innenstadt aufwerten.

Mit einem Riesenrad (wie vergangenes Jahr am Mitsommerfest) will die Stadt die Innenstadt aufwerten.

(Bild: Donato Caspari)
Christoph Tschanen, Fraktionspräsident SVP/EDU.

Christoph Tschanen, Fraktionspräsident SVP/EDU.

(Bild: PD)

Die SVP/EDU-Fraktion hat offenbar Gefallen gefunden am Instrument der Fraktionserklärung. Nach der Wahlsitzung trat Fraktionspräsident Christoph Tschanen an der Rechnungssitzung vom Mittwoch abermals mit einer Verlautbarung seiner Fraktion ans Rednerpult. Diesmal steht Kritik an der Frauenfelder Innenstadtentwicklung im Fokus.

Der Gemeinderat hatte vergangenen Sommer 470'000 Franken für ein vierjähriges Projekt (2019 bis 2022) zur Aufwertung der Innenstadt gesprochen. Im Rahmen eines Projekts der Neuen Regionalpolitik (NRP) leisten auch Bund und Kanton einen Beitrag von 200'000 Franken. Zudem zahlt die IG Frauenfelder Innenstadt (IG Fit) 100'000 Franken an das Projekt.

Negativbeispiel für SVP/EDU: der Bahnhofplatz Frauenfeld.

Negativbeispiel für SVP/EDU: der Bahnhofplatz Frauenfeld.

(Bild: Donato Caspari)

Die Fraktion SVP/EDU kritisiert den aktuellen Stand des Projekts und erinnert dabei an den Bahnhofplatz als Negativbeispiel. Für die Umgestaltung sei viel Geld in Studien geflossen, der Platz sei aber auch heute noch zubetoniert. Zudem bedauert Tschanen, dass die Freie-Strasse-Petition zur Rettung von Parkplätzen aus dem Jahr 2017 mit über 600 Unterschriften keinen Einschlag gefunden hat im aktuell laufenden Projekt zur Innenstadtentwicklung. Für die Fraktion gilt in dieser Sache: «Tun ist wie wollen, einfach krasser.» Gefordert werden «Taten statt Worte».

Konkretes sei bislang kaum umgesetzt worden. Dabei sei gerade die Umsetzung, «das, was allenfalls wehtut, was Leidenschaft benötigt», der zentrale Teil der Innenstadtbelebung.

«Da nützen die besten Studien und die schönsten Konzepte nichts.»

Die Fraktion sei weiterhin überzeugt, dass zu viel in dieses Projekt investiert werde. «Wir erwarten ab Herbst 2020 konkrete Umsetzungen.»

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