Trotz Regen am Sonntag: Der Weihnachtsmarkt lockte viel Volk  nach Frauenfeld

Für besinnliche Stimmung am Frauenfelder Weihnachtsmarkt sorgen heisser Glühwein, die Beleuchtung und flauschige Alpakas.

Florian Beer
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Frauenfeld TG , 21.11.2019 / Weihnachtsmarkt Frauenfeld
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Frauenfeld TG , 21.11.2019 / Weihnachtsmarkt Frauenfeld
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Frauenfeld TG , 21.11.2019 / Weihnachtsmarkt Frauenfeld

Frauenfeld TG , 21.11.2019 / Weihnachtsmarkt Frauenfeld

Donato Caspari

Weisse Weihnachten sehen anders aus. Rund um den dunkelsten Tag des Jahres sorgten die wärmenden Sonnenstrahlen für eine erhellte und warme Stimmung. Glühwein, Tannenzweige und Lichterketten trotzten dennoch den fast schon frühlingshaften Temperaturen.

Je tiefer die Sonnenstrahlen standen und je näher die winterliche Dunkelheit rückte, desto mehr Menschen lockte es am Samstag zu den fröhlichen Geschehen des Frauenfelder Weihnachtsmarktes in der Altstadt. Viele Familien mit ihren Kindern zogen durch die Strassen und genossen das bunte Treiben.

Der Duft von heissen Maroni, würzigem Glühwein und gebrannten Mandeln strömte einem entgegen, als man durch die aufgebauten hölzernen Tore an der Zürcherstrasse schritt. Die vielen Stände waren dekoriert mit Lichterketten und Tannenzweigen und flankierten die engen Strassen und Gassen in der Altstadt. Hier wurde alles angeboten, was das weihnachtliche Herz begehrt: Ornamente, Duftkerzen in allen Formen und Farben, Spezialitäten aus aller Welt und Spielzeug für Gross und Klein.

Ein grosses Lob an die Organisatoren

Viele Standbesitzer kommen seit vielen Jahren in den thurgauer Hauptort in der Vorweihnachtszeit. Susanna Müller gehörte zu den Wenigen, die zum ersten Mal am Weihnachtsmarkt in Frauenfeld dabei war. An ihrem Stand bot die pensionierte Schneiderin selbstgefilzte Pantoffeln und Figuren an.

«Der Geldbeutel sitzt etwas lockerer.»

Meistens ist der Sonntag der stärkste Tag am Frauenfelder Weihnachtsmarkt. Heuer war es der Samstag, wie OK-Präsident Simon Biegger am Sonntagnachmittag sagt. Trotz trübnassen Wetters am Sonntag ist OK-Präsident Biegger sehr zufrieden mit dem Anlass. «Es hat nicht so viel geregnet wie angekündigt, der befürchtete Wind ist ausgeblieben und es hat immer Besucher gehabt», sagt Biegger. Da am Sonntag auch viele Geschäfte offen hatten, habe man dort Unterschlupf gefunden, wenn es draussen zu garstig war. Der Termin kurz vor Weihnachten sei ideal. Es müssten noch letzte Geschenke gekauft werden. «Der Geldbeutel sitzt etwas lockerer.» Die Aussteller würden den Frauenfelder Markt zum Ende der Saison geniessen. (hil)

«Ich habe vor vier Jahren mit dem Filzen angefangen, weil ich eine Beschäftigung brauchte», sagte sie schmunzelnd. Das Filzen sei sehr aufwendig, weil rund ein Drittel des Materials zusammenschrumpfe. Für einen Pantoffel benötige sie etwa viereinhalb Stunden. Es mache ihr grossen Spass, vor allem wenn sie mit ihren Enkeln zusammen basteln könne.

Vom Weihnachtsmarkt ist Susanna Müller begeistert. «Die Organisation ist wirklich hervorragend. Die Stände waren bereits aufgebaut und sind nach hinten sogar isoliert.» Zudem gefalle ihr das Angebot der anderen Verkäuferinnen und Verkäufern und, dass so viele Menschen vorbeikämen. Sie sagt:

«Ich komme nächstes Jahr sehr gerne wieder.»

Vor der Stadtkirche St.Nikolaus ging es tierisch zu und her. Die drei Alpakas Rosa, Rapunzel und Ragusa sorgten zusammen mit drei Ziegen für viele «Jöös». Daneben konnte man über offenem Feuer Schlangenbrot grillieren und heisse Gerstensuppe essen, die in einem kleinen Ofen vor der Chlaushütte gekocht wurde.

«Eine Million Sterne» heisst die Aktion der Caritas.

«Eine Million Sterne» heisst die Aktion der Caritas. 

(Bild: Donato Caspari)

Wie jedes Jahr fand auch diesmal die Lichteraktion «Eine Million Sterne» bei der katholischen Stadtkirche statt. Firmandinnen und Firmanden stellten im Namen der Caritas auf der Oberstadtstrasse unterhalb der Kirche Kerzen in Form von Herzen und Kreuzen auf. Gegen eine Spende durfte man eine Kerze anzünden. Das Geld geht an die Caritas, die mit dem Geld alleinerziehende Mütter unterstützt. Eine schöne Aktion in der Weihnachtszeit, in der es nicht nur um Konsum, sondern auch um Nächstenliebe gehen sollte.