Trotz Coronamehraufwand im Zeitplan: Die Sanierung des Tertianum Neutal in Berlingen schreitet voran

Das Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Neutal in Berlingen soll Ende Jahr in neuem Glanz erstrahlen. Die Gesamtsanierung für acht Millionen Franken beinhaltet auch den Bau eines Therapiepools.

Drucken
Bernhard Kuster, Geschäftsführer des Tertianum Neutal, blickt auf den Therapiepool, der aktuell in Entstehung ist.

Bernhard Kuster, Geschäftsführer des Tertianum Neutal, blickt auf den Therapiepool, der aktuell in Entstehung ist.

Bild: PD

(red) Gäbe es ein Buch mit dem Titel «Bauen in Zeiten von Corona», Bernhard Kuster könnte, auch wenn er sich vor wenigen Monaten noch mitnichten als Bauexperte bezeichnet hätte, durchaus der Autor des einen oder anderen Kapitels sein.

Denn der weltweite Ausbruch des Covid- 19-Virus brachte auch für das am Untersee gelegene Wohn- und Pflegezentrum samt Rehabilitationsklinik einiges an präventiven Vorsichtsmassnahmen und baulichen Zusatzleistungen mit sich, «an die wir nicht im Geringsten gedacht haben, als wir Ende Januar mit den Bauarbeiten begannen», sagt Bernhard Kuster heute.

Strikt auf räumliche Trennung geachtet

Zwar war das Tertianum Neutal in Sachen Schutzausrüstungen schon im Vorfeld sehr gut versorgt und musste bis heute weder beim Personal noch bei den Gästen, dank striktester Hygienevorschriften, eine Coronavirus-Ansteckung verzeichnen, doch anfangs drängte sich eine Frage geradezu auf: Wie garantiert man die Gesundheit aller, wenn ständig Bauleute ein- und ausgehen?

Für Kuster bestand die Lösung darin, alles zu tun, um den direkten Kontakt von Gästen und Arbeitern zu vermeiden. Auch wenn man dafür zusätzliche Gerüste bauen musste, damit der Maurer nicht quer durchs Haus musste, sondern aussen herum an den Arbeitsplatz gelangen konnte. Kuster sagt rückblickend:

«Wir haben die räumliche Trennung von Gästen und Bauarbeitern wirklich bis zum Exzess durchgeführt; einfach, um gar kein Risiko einzugehen.»

Ansonsten waren die Auswirkungen für die Gäste «geringer als wir anfangs dachten», sagt Kuster. Die Bauleute wurden angehalten, möglichst leise zu arbeiten und auch fix definierte Arbeitssperrzeiten, während der drei Hauptmahlzeiten und für eine kurze Nachmittagsruhe, einzuhalten. Kuster sagt:

«Wir haben die Bauarbeiter dazu angehalten – und sie haben sich daran gehalten, so dass wir bis heute keine einzige Lärmreklamation erhielten.»

Wie sich schnell zeigte, beschäftigte die zeitweise Sperrung jeglicher Besucherkontakte die Gäste «deutlich mehr» als die Separierung von den Bauarbeitern. «Dass sie den Männern, wenn auch aus der Ferne und nur durch Scheiben abgetrennt, bei der Arbeit zuschauen konnten, war für einige Gäste sogar eine gewisse Abwechslung», sagt Kuster.

Als würde man vom Pool in den Untersee schwimmen

Gross ist die Freude des Geschäftsführers, wenn er auf dem Baugerüst stehend, die Baufortschritte am neuen Therapiebad im Gebäude Kronenhof sieht. Der installierte Indoorpool ist so angelegt, dass die darin Badenden dereinst visuell den Eindruck haben werden, in den Untersee hinauszuschwimmen. Insgesamt investiert das Tertianum Neutal in die Renovationen rund acht Millionen Franken.

Auch beim Erweiterungsbau im Haus Seefeld am östlichen Ende des Dorfkerns befindet man sich «voll im Zeitplan», so dass bis Ende Jahr die Bauarbeiten abgeschlossen sein sollten, falls es im gleichen Tempo weitergeht.

«An Weihnachten werden wir auf ein hektisches Baujahr zurückblicken – und uns zugleich schon an den neuen Annehmlichkeiten erfreuen, welche die Gesamtrenovation mit sich gebracht hat», prognostiziert Bernhard Kuster denn auch zuversichtlich den weiteren Bauverlauf.

Aktuelle Nachrichten