Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Trockenheit zwingt Thurgauer Obstbauern zu früher Ernte

Die Apfelernte im Thurgau beginnt in diesem Jahr rund zwei Wochen früher als üblich.
Trockenheit und Hitze haben den Früchten zugesetzt. Die Obstbauern erwarten aber trotzdem eine gute Ernte.
Apfelernte im Betrieb von Ralph Gilg in Fruthwilen. Die Ernte findet dieses Jahr wegen der Hitze früher statt. Die Früchtesind teilweise kleiner. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Apfelernte im Betrieb von Ralph Gilg in Fruthwilen. Die Ernte findet dieses Jahr wegen der Hitze früher statt. Die Früchtesind teilweise kleiner. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Jeder dritte Tafelapfel und jeder zweite Mostapfel in der Schweiz stammt aus dem Thurgau. Im vergangenen Jahr war die Ernte wegen Frosts im April mit 95000 Tonnen sehr mager ausgefallen.
In diesem Frühjahr gab es eine frühe Blüte, ohne Frostschäden wie 2017.

«Eine frühe Blüte bedeutet meist auch eine frühe Ernte», sagt Ralph Gilg, Obstbauer in Fruthwilen und Präsident des Thurgauer Obstverbandes, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das werde durch die Hitze noch verstärkt. Die lange Hitzeperiode mit Trockenheit und viel UV-Licht blieb nicht ohne Folgen. «Die Bäume geraten unter Trockenstress», sagt Gilg. Bisher habe es einen Wachstumsvorsprung bei den Früchten gegeben, weil die Bedingungen im Frühjahr gut gewesen seien. Aber den verlieren die Obstbauern nun wieder.

Deutlich mehr kleinere Äpfel als sonst

Die Produzenten klagen über die Trockenheit, bei der die Früchte nicht mehr richtig weiterwachsen. «Wir haben deutliche kleinere Äpfel als sonst», sagt Gilg. Die Früchte wurden notreif und müssen geerntet werden.Für einige Obstbauern sei es nicht einfach gewesen, kurzfristig die nötigen Arbeiter zu rekrutieren. Gilg beschäftigt acht Erntehelfer aus Rumänien und Lettland. «So gut als möglich helfen sich die benachbarten Landwirte aus.» Derzeit ist er mit der Ernte der Sorte Gala beschäftigt. Die Qualität der Äpfel sei hervorragend, der Zuckergehalt sehr hoch. Auch habe er weniger Spritzmittel und Mulch einsetzen müssen.

Der Aufwand, die Apfelbäume zu bewässern, sei dafür gross gewesen. Nicht jeder Bauer verfüge über eine eigene Bewässerungsanlage. «Wir müssen uns in den kommenden Jahren auf weitere Trockenperioden einrichten», sagt Gilg. Statt den Bodensee leer zu pumpen, müssten die Landwirte nach neuen Lösungen suchen, etwa das Dachwasser in Reservoirs sammeln oder ihre Bewässerungstechnik optimieren. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.