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Trend zu kleineren Wohnungen im Thurgau

Eine heute im Thurgau gebaute Wohnung verfügt im Schnitt über 115 m2 Wohnfläche, bei den in den Jahren 2001 bis 2010 entstandenen Wohnungen sind es 150 m2.
Nach dem Anstieg in den 2000er-Jahren sind die Mieten in den vergangenen Jahren im Kantonsschnitt kaum mehr gestiegen. (Bild: Nana do Carmo)

Nach dem Anstieg in den 2000er-Jahren sind die Mieten in den vergangenen Jahren im Kantonsschnitt kaum mehr gestiegen. (Bild: Nana do Carmo)

(red) Jeder dritte Thurgauer Haushalt wohnt in einem «klassischen» Einfamilienhaus. Insbesondere Familien, aber auch Paare ohne Kinder, leben oft im Einfamilienhaus. In zwei Drittel der Haushalte wohnen nur eine oder zwei Personen. Dies geht aus der Statistischen Mitteilung «Wie Thurgauerinnen und Thurgauer wohnen» hervor. Diese hat die Dienststelle für Statistik soeben publiziert. Der Anteil Ein- und Zweipersonenhaushalte hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen.

Jeder Thurgauer lebt im Schnitt auf 50 m2

Bis vor wenigen Jahren war die durchschnittliche Wohnungsgrösse stetig gestiegen. Inzwischen ist wieder ein Trend hin zu kleineren Wohnungen zu beobachten: Eine heute gebaute Wohnung hat im Schnitt 115 m2 Wohnfläche, bei den in den Jahren 2001 bis 2010 entstandenen Wohnungen sind es 150 m2. Im Schnitt lebt jede Thurgauerin und jeder Thurgauer auf rund 50 m2 Wohnfläche.

47 Prozent der Thurgauer Haushalte sind Wohneigentümer, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Davon lebt der grösste Teil in einem Haus (37 Prozent aller Haushalte), 10 Prozent sind Stockwerkeigentümer. Seit 2010 hat sich die Wohneigentumsquote kaum mehr erhöht. Über einen längeren Zeitraum betrachtet hat jedoch insbesondere das Stockwerkeigentum klar an Bedeutung gewonnen. So lebten 1990 nur gerade 2 Prozent der Haushalte in einer Eigentumswohnung, heute sind es 10 Prozent.

In Münchwilen und Aadorf sind über 55 Prozent der Haushalte Wohneigentümer

In den zehn grössten Thurgauer Gemeinden unterscheidet sich der Anteil Wohneigentümer deutlich, wie es weiter in der Mitteilung heisst. In Münchwilen und Aadorf sind über 55 Prozent der Haushalte Wohneigentümer, in den städtischen Gemeinden Kreuzlingen, Arbon, Frauenfeld, Weinfelden, Romanshorn und Amriswil weniger als 40 Prozent.

Rund die Hälfte der Thurgauer Haushalte sind Mieter. Sie bezahlten 2017 im Durchschnitt 1213 Franken Monatsmiete (Netto-Mietzins). Für eine 4-Zimmer-Wohnung – der am häufigsten vorkommenden Wohnungsgrösse – liegt der monatliche Mietpreis im Mittel bei 1337 Franken. Nach dem Anstieg in den 2000er-Jahren sind die Mieten in den vergangenen Jahren im Kantonsschnitt kaum mehr gestiegen, schreibt die Dienststelle.

In den zehn grössten Thurgauer Gemeinden unterscheiden sich die monatlichen Mietpreise zum Teil beträchtlich: In Bischofszell und Arbon gibt man für eine 4-Zimmer-Wohnung im Mittel weniger als 1200 Franken Miete im Monat aus, deutlich weniger als etwa in Aadorf, Kreuzlingen oder Frauenfeld. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sowohl in Bischofszell als auch in Arbon der Anteil an Neubauten vergleichsweise niedrig ist.

Hinweis
www.statistik.tg.ch

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