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Trainer Fabinho vor Saisonstart wieder weg - Beim FC Sirnach folgt eine Baustelle der anderen

Der FC Sirnach kommt nicht zur Ruhe. Der auf diese Saison verpflichtete Trainer Fabio de Souza, genannt Fabinho, ist bereits wieder weg. Er hat ein interessanteres Engagement beim FC Wil angenommen.
Urs Nobel
Fabinho wird nächste Saison den FC Wil U20 statt den FC Sirnach trainieren. (Bild: PD)

Fabinho wird nächste Saison den FC Wil U20 statt den FC Sirnach trainieren. (Bild: PD)

Am Montag hat der FC Sirnach, welcher den Ligaerhalt in der 2. Liga erst im letzten Spiel der Saison sicherstellen konnte, das Training wieder aufgenommen. Mit Fabinho als Trainer. Der Brasilianer konnte verpflichtet werden, weil der Ligaerhalt realisiert werden konnte.

Innerhalb des Vereins wurde diese Verpflichtung als Glücksgriff empfunden. Fabinho galt als Hoffnungsträger. Er sollte die erste Mannschaft sportlich wieder zu besseren Zeiten zurückführen und auch mithelfen, das Vereinsgefüge mit seinem etwas angekratzten Image zu stabilisieren.

Gegangen, bevor er richtig gekommen ist

Das ist aber bereits wieder alles Schnee von gestern. Nur einen Tag nach dem ersten Training mit der neuen Mannschaft gab der FC Wil in einer Medienmitteilung bekannt, dass er Fabinho als neuen Trainer für seine Nachwuchs-Mannschaft U20 verpflichtet habe und der ehemalige Captain des damaligen FC Wil-Cupsiegerteams gleichzeitig auch als Offensiv-Trainer der ersten Mannschaft eingesetzt werden könne.

Pikant: Fabinho wusste bereits im ersten Training mit dem Fanionteam des FC Sirnach, dass er nicht bei den Hinterthurgauern bleiben würde. Pikant ebenfalls: Mindestens ein Teil des Vorstands des FC Sirnach wusste es ebenfalls schon.

Von erfreulicher zu bedrückender Stimmung

Am Mittwoch präsentierte sich auf dem Sportplatz Kett aber ein erfreuliches Bild: Der jüngste Nachwuchs des FC Sirnach feierte den Saisonabschluss zusammen mit seinen Trainern, es gab viele Süssigkeiten und es wurde auch Fussball gespielt.

Die sichtbare Freude aller Beteiligten steckte an. Aber nicht alle. Vor dem Klubhaus waren etliche betretene Gesichter auszumachen, jene des Kaders der ersten Mannschaft, welche den Abgang ihres neuen Trainers über die sozialen Medien vernommen hatten. Sie diskutierten mit dem neuen Sportchef Remo Brändle und - mit Fabinho, der ebenfalls anwesend war.

Eine ganze Weile sah es so aus, als ob keiner des unterdessen 17 Mann umfassenden Kaders der ersten Mannschaft in die Garderobe wolle, um sich für das Training umzuziehen. Die Stimmung präsentierte sich bedrückt. Immerhin liessen einzelne neue Spieler verlauten, dass sie nur wegen Fabinho zum FC Sirnach gewechselt haben. Schliesslich nahmen dann doch noch zwölf Akteure das Training auf – mit Fabinho als Trainer.

Situation bereits schon einmal erlebt

Roman Brändle, der als einziges Vorstandsmitglied auf dem Platz war, zuckte mit den Schultern auf die Frage ob der Rechtmässigkeit des unerwarteten Wechsels von Fabinho zum FC Wil. «Man kann jemandem, der ein solches Angebot kriegt, nicht im Wege stehen und auf einen Vertrag beharren», sagte der neue Sportchef, der seinerzeit schon in gleicher Funktion beim FC Kreuzlingen miterleben musste, wie sich der damalige Trainer Djordjevic drei Tagen vor Saisonbeginn absetzte und ein Angebot des FC St. Gallen annahm.

«Der FC Sirnach befindet sich bereits wieder mit zwei valablen Trainern im Gespräch. Ich hoffe, dass wir bis am Wochenende den Nachfolger von Fabinho präsentieren können», gab sich Brändle trotz der verzwickten Situation hoffnungsvoll. Fabinho wollte sich gegenüber der Presse nicht auf Diskussionen einlassen. Sein einziges Statement zu seinem Abgang, respektive zum Wechsel: «So ist halt das Leben.» Übrigens: Gestern Abend war wieder Training – mit Fabinho als Trainer...

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