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Tötungsdelikt Wagenhausen: Täter hofft auf Milde vor Thurgauer Obergericht

Am 13. März findet in Frauenfeld die Berufungsverhandlung zum Tötungsdelikt Wagenhausen statt. Der Täter möchte, dass er weniger hart bestraft wird. Die Staatsanwaltschaft fordert ein härteres Urteil.
Stefan Hilzinger
Vor einem Jahr fand der Prozess vor dem Bezirksgericht Frauenfeld statt. Prozessteilnehmer betreten das Gebäude. (Archivbild: Reto Martin)

Vor einem Jahr fand der Prozess vor dem Bezirksgericht Frauenfeld statt. Prozessteilnehmer betreten das Gebäude. (Archivbild: Reto Martin)

Was genau sich am Abend des 2. Januar 2016 in jener Wohnung in Wagenhausen abgespielt hat, wird man nie genau erfahren. Erwiesen ist, dass damals eine junge Frau an massiven inneren Verletzungen zu Tode gekommen ist.

Täter empfindet Freiheitsstrafe als zu hoch

Im März vor einem Jahr verurteilte das Bezirksgericht Frauenfeld den Vater wegen eventualvorsätzlicher Tötung zu neun Jahren Gefängnis. Schon kurz nach dem Verfahren meldeten sowohl der Anwalt des Vaters als auch die Staatsanwaltschaft Berufung an. Nun steht fest, dass das Thurgauer Obergericht den Fall am kommenden 13. März verhandeln wird.

Der Täter akzeptiert laut Verteidigung zwar den Schuldspruch, er betrachtet die verhängte Freiheitsstrafe aber als zu hoch. Für die Staatsanwaltschaft urteilte das Bezirksgericht zu milde. Entsprechend gegensätzlich werden die Anträge vor Obergericht ausfallen.

Der Vater hat den Tod der Tochter in Kauf genommen

Der 51-jährige Vater der jungen Frau befindet sich seit dem Urteil des Bezirksgerichts im Strafvollzug. Das Bezirksgericht sah es als erwiesen an, dass die geistig behinderte und kleinwüchsige Tochter an den Folgen von inneren Verletzungen gestorben ist, die ihr der Vater mit Fusstritten beigebracht hatte. «Es kann nicht von einer Massage die Rede sein, sondern von einer Misshandlung», sagte der Bezirksrichter in der mündlichen Begründung des Urteils.

Der Vater habe die Tochter zwar nicht töten wollen, habe aber schwerste Körperverletzungen, ja den Tod, in Kauf genommen, weshalb er eventualvorsätzlich gehandelt habe. Das Gericht billigte ihm eine leicht bis mittel verminderte Schuldfähigkeit zu. Opfer und Täter stammten aus dem deutschen Bodenseeraum, weshalb der Fall auch in den süddeutschen Medien Beachtung fand.

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