Tobel-Tägerschen

Nur ein Kreditantrag gibt an der Gemeindeversammlung zu reden

Die Tobler genehmigen zwei Strassenprojekte und wählt ein neues Mitglied für das Wahlbüro. Der Antrag eines Stimmbürgers findet nur sieben Befürworter.

Christoph Heer
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Die Stimmenzähler haben an der Tobler Gemeindeversammlung einen ruhigen Abend.

Die Stimmenzähler haben an der Tobler Gemeindeversammlung einen ruhigen Abend.

Bild: Christoph Heer

Tobel Viele Informationen, ganz wenige Gegenstimmen, zwei genehmigte Kreditanträge und ein äusserst knappes Resultat. So könnte man die Tobler Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend bilanzieren. Spannung wird an der 90-minütigen Versammlung erst zum Schluss spürbar. Bei der Wahl für ein neues Mitglied des Wahlbüros behielt die 19-jährige Sidney Schmucki gegen Manfred Dörsing knapp die Oberhand. Mit 24 zu 20 Stimmen nimmt sie neu Einsitz im Wahlbüro.

Davor ist die Versammlung geprägt von Informationen seitens Gemeindepräsident Rolf Bosshard, Schulkommissionspräsident Bernhard Koller und Finanzverwalter Martin Sträuli. Rolf Bosshard bringt alle traktandierten Geschäfte zur Absegnung. So etwa das Budget 2021, das bei einem Aufwand von 8,57 Millionen Franken ein Defizit von 489'000 Franken vorsieht, der Steuerfuss von politischer und Primarschulgemeinde von insgesamt 115 Prozent wird beibehalten.

Dass die vier Kreditabrechnungen gutgeheissen werden, erstaunt nicht, schliessen doch allesamt positiver ab als budgetiert. Lediglich die Abrechnung betreffend Informatik-Schülerumgebung kommt rund 9000 Franken (total 139'000 Franken) teurer zu stehen und wird dennoch einstimmig abgesegnet.

Gemeindepräsident Rolf Bosshard bringt alle Anträge durch.

Gemeindepräsident Rolf Bosshard bringt alle Anträge durch.

Bild: Christoph Heer

Stimmbürger scheitert mit seinem Antrag

Tobel-Tägerschen kämpft seit längerem mit Strassenschäden und Wasserrohrleitungsbrüchen. Höchste Zeit also, eine weitere Etappe des Sanierungsplans in Angriff zu nehmen. Das sieht ein Stimmbürger anders. Er will den Kreditantrag zur Sanierung der Lindenstrasse (420'000 Franken) zurückzustellen lassen. Mit nur sieben Befürwortern hat sein Antrag aber keine Chance.

Rolf Bosshard erklärt, dass die Strassenzustandserfassung von 2017 eindeutig aufgezeigt hat, dass der Belag als schlecht und sanierungsbedürftig taxiert wurde. «Zudem können wir nun die Wasserleitung aus dem Jahr 1980 erneuern und eine neue EW-Rohranlage erstellen. Die Liegenschaften werden neu verkabelt und die Strasse wird mit einer neuen Beleuchtung versehen.»

Auch die Verlängerung des Trottoirs an der Münchwilerstrasse kann erfolgen. Hierfür bewilligte der Souverän einen Kredit über 390'000 Franken, mit diesem Geld werden auch die Wasserleitungen erneuert.