TKB-Millionen für Corona-Hilfe

Die SVP Thurgau will die 127 Millionen Franken aus dem Teilverkauf der Thurgauer Kantonalbank für die Bewältigung der Corona-Krise einsetzen.

Thomas Wunderlin
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Bancomat der Thurgauer Kantonalbank bei der Bodensee-Arena Kreuzlingen.

Bancomat der Thurgauer Kantonalbank bei der Bodensee-Arena Kreuzlingen.

Mario Gaccioli

In einer dringlichen Interpellation und einem offenen Brief an den Regierungsrat beziehen sich SVP-Fraktionspräsident Stephan Tobler und Parteipräsident Ruedi Zbinden auf den Ideenwettbewerb zur Verwendung der Millionen der Thurgauer Kantonalbank (TKB), der sich mit der aktuellen Lage erledigt habe. Unternehmen, Angestellte und Selbstständigerwerbende brauchen laut SVP Hilfe «sofort und nicht erst in Wochen, Monaten oder gar Jahren».

Der Kanton solle mit Überbrückungskrediten und Bürgschaften helfen. Auch Firmeninhaber, Geschäftsleiter und Gesellschafter sollten befristet Kurzarbeitsentschädigung erhalten. Ein Zuwarten auf die Details der Bundeshilfe sei keine Option für den Kanton Thurgau:

«Genau dafür hat man Reserven.»

Dazu zählt die SVP auch die ausserordentlichen Ausschüttungen der Nationalbank von 78 Millionen Franken. Es bleibe das ordentliche Eigenkapital von 253 Millionen sowie die Schwankungsreserve der Nationalbankerträge von 150 Millionen Franken.
Wie Luzerner und Zürcher Kantonalbank solle die TKB Unternehmen, die unverschuldet in einen Liquiditätsengpass geraten, bei der bevorstehenden Lohnzahlung unterstützen.

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